Wernigerode/Schierke l Beulen in der Dachmembran, abgeplatzte Treppenstufen, Schäden an der Terrasse vor der Mephisto-Bar – die Liste der Mängel an der Schierke-Arena, die Ende 2017 eröffnet wurde, lang. In der Wernigeröder Stadtverwaltung zeigt man sich zuversichtlich, dass die Planer des Multifunktionsstadions im Brockenort für die Mankos aufkommen werden.

„Mit der Nutzung des Bauwerks wird die Leistung nicht automatisch abgenommen“, erläutert Rathaus-Sprecherin Winnie Zagrodnik auf Volksstimme-Anfrage. Die Stadt als Auftraggeber trägt „nur bei sachgemäßem Gebrauch das Risiko“. Beschädigen Dritte – wie im Fall der verbogenen Treppengeländer – die Sportstätte, geht die Verantwortung auf diese über. Die Mängelansprüche bleiben also unberührt. Diese sind laut Vergabe- und Vertragsordnung „grundsätzlich Vertragsbestandteil“, erläutert die Stadtverwaltung weiter. Unterdessen dauert die Suche nach den Gründen für die ominösen Beulen weiter an, die sich in der Dachmembran gebildet haben. Mittels einer Spannungsmessung sei laut Winnie Zagrodnik der „technische Zustand ermittelt und dokumentiert“ worden. Damit ist zumindest die Grundlage für die Ursachenforschung gelegt.

Zum Hintergrund: Die Schierker Feuerstein-Arena wurde am 15. Dezember 2017 nach anderthalb Jahren Bauzeit eröffnet. Die Stadt Wermigerode hat das Stadion für fast neun Millionen Euro errichten lassen. Das Land steuerte 4,9 Millionen Euro bei. Derzeit ist die Arena als eine der neun besten Arbeiten für den Preis „Stahl im Bauwesen“ nominiert. Die Entscheidung fällt am Mittwoch, 13. Juni.

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