Wernigerode l Marie und Anton sind die beliebtesten Babynamen 2016. 26 Mal entschieden sich Wernigeröder Eltern für Marie, neun Mal für Anton. Das geht aus einer Statistik des Standesamtes hervor. Anton hat es erstmals bis ganz nach oben auf das Treppchen geschafft. Marie ist seit Jahren ein Dauerbrenner, stand schon 2014 an der Spitze. Auf den Plätzen folgen Emma (19), Sophie (16), Anna (11) und Charlotte (11) bei den Mädchen sowie Emil (8), Luca (8), Paul (8) und Jonas (7) bei den Jungen.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 715 Geburten im Standesamt beurkundet, 359 Mädchen und 256 Jungen. 469 Kinder erhielten einen Vornamen, 231 Baby bekamen zwei Namen, 16 Kinder sogar drei. Dabei setzten die Mütter und Väter teilweise auf unverwechselbare Kombinationen – wie Waida Michelle, Frieda Lee, Zoey Hannah June und Annie-Louise Georgie Francis sowie Damian Carl, Mailo Eberhardt, Tassilo Malte und Jano Joel.

Auffällig: Vornamen aus Urgroßmutters Zeiten liegen im Trend und werden von den Wernigerödern gern gewählt. Beispiele sind Wilma, Agnes, Frieda, Elisabeth Margarethe, Greta, Ida sowie Theodor, Fritz, Wilhelm, Karl Albert, Franz, Friedrich-Otto.

Ausländische Wurzeln

Ebenfalls beliebt sind Namen mit ausländischen Wurzeln – wie Fabio, Nevio, Nino und Bella-Alessia aus dem Italienischen, Fabienne und Etienne aus dem Französischen, Connor, Ryan, Daryl, Heather Lucy und Hailie Jane aus dem Englischen sowie Ylvi, Fiete Ole und Thoren aus dem nordischen Sprachraum.

Inspiration boten Persönlichkeiten aus Funk und Fernsehen. So ist die kleine Hermine sicherlich zauberhaft („Harry Potter“), Baby Leia kämpferisch („Starwars“), Mats später mal ein guter Fußballer und Jodie das schauspielerische Talent in die Wiege gelegt. Das Vorbild für Martha ist sowohl eine Ikone im Frauenfußball als auch der Titel der umjubelten Schlossfestspiel-Oper von 2015.

Einige der vergebenen Namen sind so selten, dass sich ihre Bedeutung erst nach der Recherche im Internet erschließt. Mieke Magalie steht beispielsweise für die von Gott Geliebte und für Perle, Rosalie Aurora für die Königin der Blumen und die Göttin der Morgenröte. Bian ist vietnamesisch und heißt so viel wie geheimnisvoll. Taavi stammt aus dem estnisch-finnischen Raum, ist eine Kurzform von David und entspricht Liebling. Kaya hat gleich mehrere Bedeutungen: Erde (Suaheli), Fels (Türkisch), große Schwester (Indianisch) und schwarzer Vogel (Schwedisch). Besonders gut gemeint haben es die Eltern von Nika Athena. Sie gaben ihrer Tochter gleich die Namen von zwei griechischen Göttinnen. Nika ist die Siegesgöttin und Athena die Göttin der Weisheit und der Kampfkunst.