Wernigerode l Pünktlich um 11 Uhr tritt Thorsten Ahrend in den Biergarten, hält eine kurze Ansprache und eröffnet die Harburg. Der neue Eigentümer der historischen Ausflugsgaststätte ist sichtlich überwältigt, wie viele Wernigeröder und Gäste aus nah und fern den Weg auf den 435 Meter hohen Hardenberg im Zwölfmorgental gefunden haben.

Stammgäste

„Ja, hallo Harburg, wir sind wieder da“, ruft ein alter Skifreund. Andere aus seiner Gruppe stimmen mit ein, erheben das Glas und wünschen dem neuen Betreiber-Team viel Glück. Ein wenig auch aus Eigennutz, wie Manfred Frintert von Ski-Klub Wernigerode sagt. So wie er, erinnern sich zahlreiche Stammgäste an die guten alten Zeiten auf der Harburg, an die tollen Feste und vielen erlebnisreichen Stunden.

Lückenschluss

„Wir haben sie sehr vermisst“, sind sich Wanderfreunde einig und freuen sich, dass mit der Wiedereröffnung nun der beliebte Wanderweg vom Salzbertal über Gasthaus Armeleuteberg und Kaiserturm, Gasthaus Harburg zum Zwölfmorgental und Nöschenrode geschlossen ist. Von einem „neuen Stern, der über Wernigerode leuchtet“, spricht sogar Werner Kropf. Er habe seit Tagen von der Burgstraße aus bei Einbruch der Dunkelheit einen hellen Schein auf der Bergkuppe beobachten können. „Da wurde zu später Stunde noch gearbeitet. Es freut mich sehr, was hier entstanden ist“, sagt der Wernigeröder.

Harburg wieder offen

Wernigerode (ru) l Die Ausflugsgaststätte Harburg im Zwölfmorgental in Wernigerode ist am Sonntag, 12. August, eröffnet worden. Wanderer sind wieder herzlich willkommen.

  • Gute Aussicht auf Wernigerode: Die Harburg ist wieder eröffnet. Foto: Regina Urbat

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  • Der Biergarten der Ausflugsgaststätte Harburg im Zwölfmorgental in Wernigerod. Foto: Regina Urbat

    Der Biergarten der Ausflugsgaststätte Harburg im Zwölfmorgental in Wernigerod. Foto: Re...

  • Auf dem Fahrradständer aus Holz sitzen Gäste. Foto: Regina Urbat

    Auf dem Fahrradständer aus Holz sitzen Gäste. Foto: Regina Urbat

  • Ein kühles Hasseröder bitte. Foto: Regina Urbat

    Ein kühles Hasseröder bitte. Foto: Regina Urbat

  • Die Ex-Wirtin Annemarie Oberbeck mit Tochter Marion und dem neuen Burgherren Thorsten Ahrend. Foto: Regina Urbat

    Die Ex-Wirtin Annemarie Oberbeck mit Tochter Marion und dem neuen Burgherren Thorsten Ahrend. Fot...

  • Manfred Frintert vom Ski-Klub Wernigerode  und Harburg-Chef Thorsten Ahrend verabreden eine gute Zusammenarbeit. Foto: Regina Urbat

    Manfred Frintert vom Ski-Klub Wernigerode und Harburg-Chef Thorsten Ahrend verabreden eine gute ...

  • Nette Bedienung auf der Harburg. Foto: Regina Urbat

    Nette Bedienung auf der Harburg. Foto: Regina Urbat

  • Blick in das Kaminzimmer. Foto: Regina Urbat

    Blick in das Kaminzimmer. Foto: Regina Urbat

  • Wie früher - die Hüttenstube. Foto: Regina Urbat

    Wie früher - die Hüttenstube. Foto: Regina Urbat

  • Schattige Plätzchen. Foto: Regina Urbat

    Schattige Plätzchen. Foto: Regina Urbat

  • Blick auf den Kaiserturm, in Nachbarschaft des Gasthauses Armeleuteberg. Foto: Regina Urbat

    Blick auf den Kaiserturm, in Nachbarschaft des Gasthauses Armeleuteberg. Foto: Regina Urbat

  • Ein Kommen und Gehen - wie einst. Foto: Regina Urbat

    Ein Kommen und Gehen - wie einst. Foto: Regina Urbat

  • Blick von der Aussichtsplattform auf Wernigerode. Foto: Regina Urbat

    Blick von der Aussichtsplattform auf Wernigerode. Foto: Regina Urbat

  • Zu jeder vollen Stunde führt Klaus Sittka Gäste durch das Gasthaus. Höhepunkt ist die Besichtigung der Dachterrasse, die nach alten Bauunterlagen von 1890 nachgebaut wurde. Foto: Regina Urbat

    Zu jeder vollen Stunde führt Klaus Sittka Gäste durch das Gasthaus. Höhepunkt ist ...

  • Hüttenkoch auf der Harburg ist Achim Helmecke. Foto: Regina Urbat

    Hüttenkoch auf der Harburg ist Achim Helmecke. Foto: Regina Urbat

  • Für die Stadt Wernigerode überreicht Volker Friedrich (links), hier mit Ehefrau Nicole und Sohn Max, eine Schenkungsurkunde über 100 Bodendeckerpflanzen an Harburg-Chef Thorsten Ahrend. Foto: Regina Urbat

    Für die Stadt Wernigerode überreicht Volker Friedrich (links), hier mit Ehefrau Nicole ...

  • Cellart - Steffen Blauwitz, Norman und Harald Kruft sowie Wilhelm Hermichen (von links) -  mit irischer Folklore. Foto: Regina Urbat

    Cellart - Steffen Blauwitz, Norman und Harald Kruft sowie Wilhelm Hermichen (von links) - mit ir...

  • Bernd Mittag fährt den Harburg-Shuttle, auch weiterhin freitags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr. Foto: Regina Urbat

    Bernd Mittag fährt den Harburg-Shuttle, auch weiterhin freitags bis sonntags von 11 bis 18 U...

Ex-Wirtin begeistert

„Ein großes Bier bitte, dann fällt uns der Rückweg einfacher“, ruft ein Wanderer – und irgendwie klingt es wie früher. Annemarie Oberbeck schmunzelt, sie genießt mit ihrer Tochter Marion die fröhliche Atmosphäre. Bis 1993 hatte sie mit ihrer Familie 23 Jahre lang das Berggasthaus bewirtschaftet. Die Freude sei riesig, „noch zu erleben, dass die Harburg allen wieder offen steht“. Die fast 89-Jährige macht ihrem Nachfolger ein großes Kompliment. Er habe mit der Generalsanierung des kompletten Hauses, innen wie außen, „Großartiges geleistet“. Viele Details, die längst verschwunden waren, sind in den Urzustand versetzt worden. „Ich fühle mich wie zu Hause“, sagt Annemarie Oberbeck. Als ihr Test des Mittagessens, von Hüttenkoch Achim Helmecke zubereitet, mit „vorzüglich“ ausfällt, weiß die Ex-Wirtin „die Harburg in guten Händen“ und lässt sich von Bernd Mittag mit dem Shuttle ins Tal bringen.

Harburg-Shuttle

Unentwegt ist das Harburg-Shuttle zwischen Schanzenanlage und Berggasthaus unterwegs. Der Service wird von vielen Älteren und Familien mit Kleinkindern genutzt. „Und er wird zu den Öffnungszeiten freitags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr auch weiter angeboten“, versichert Thorsten Ahrend.

Versprechen

Die große Resonanz zur Eröffnung habe ihm gezeigt, welche Bedeutung die Harburg für die Wernigeröder immer noch hat. Mit seinem Team, zu dem die Familie, Freunde und der Hüttenkoch gehören, wolle er alles daran setzen, „dass das so bleibt“, sagt der neue Burgherr und fügt hinzu: „Wir haben noch Luft nach oben.“