Ilsenburg l Zum dritten Mal ist am gestrigen Mittwoch die Fachmesse für Ausbildung und Studium in der Harzlandhalle ausgerichtet worden. Sie bietet Berufsvielfalt im Überblick – im gesamten Harz. Die länderübergreifende Veranstaltung, die den Namen „vocatium Harz“ trägt und unter Federführung des Instituts für Talententwicklung (IfT) ausgerichtet wird, hebt sich von anderen Berufsfindungsaktionen ab.

49 Austeller in der Harzlandhalle

So kamen die meisten der rund 1000 Schüler gezielt an Stände der 49 teilnehmenden Unternehmen, Institutionen, Berufs-, Fach- und Hochschulen aus vielen Teilen in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Die Berufs- und Studienberater nahmen die Besucher in Empfang, um in persönlichen Gesprächen zu informieren und Fragen zu beantworten. Die Berater begrüßten einhellig die vorab fest vereinbarten Gesprächstermine und die - hier machten jedoch einige bei der Umfrage Abstriche - Vorbereitung der Schüler auf ihre Unternehmen.

Für viele der Neunt- und Elftklässler war die Messe eine gute Erfahrung auf ihrem Weg zur Berufswahl, zumal in Workshops und Vorträgen zusätzlich Tipps und Anregungen gegeben wurden. Beispielsweise zu Bewerbungsgesprächen, Einstellungstests, Auslandsaufenthalten, dualen und internationalen Studiengängen sowie Karrieremöglichkeiten in Unternehmen.

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2018 Termine vereinbart

Im Vorfeld der Messen besuchte das Organisationsteam 26 Schulen in den Landkreisen Harz und Goslar. „Wir informierten rund 1600 Schüler der Vorabgangsklassen über die Aussteller und ihre Bildungsangebote“, sagt Jessica Rudolf vom IfT und Projektleiterin im Harz. Insgesamt seien es 1600 Präsentationen in den verschiedenen Schulen gewesen. Außerdem sei Informationsmaterial für 250 Klassen in den Schulen zur Verfügung gestellt worden, die aus Zeitgründen eine persönliche Projektpräsentation ablehnen mussten.

Im Anschluss wurden für die interessierten Schüler auf Basis ihrer Gesprächswünsche bis zu vier Termine mit den Ausstellern arrangiert. Für Ilsenburg waren es 2150 Wünsche, von denen 2018 realisiert wurden. „Jeder Schüler wusste zwei Wochen vor der Messe, zu welcher Uhrzeit er mit welchem Aussteller ein individuelles Beratungsgespräch führen wird“, erklärt Jessica Rudolf. Wie sie weiter mitteilt, habe die Auswertung der Fragebögen auch ein Ranking der Berufswünsche erstellt. „Ganz oben stand bei den Schülern der Erzieher, gefolgt von Polizei, Zoll, Mediendesigner und Mechatroniker.

Schüler nutzen Chancen

Für Imke Rudlof, Geschäftsführerin beim IfT, war die Messe in Ilsenburg erneut ein Erfolg. Bei vielen individuellen Gesprächen mit Ausstellern hätten die Schüler die Möglichkeit genutzt, Kontakte zu knüpfen, Praktika zu vereinbaren und: „bestenfalls eine Ausbildung zu entwickeln“. Sie freute sich besonders, dass unter den Messebesuchern auch zahlreiche Schüler in Begleitung ihrer Eltern waren.