Blankenburg l Empörung bei mehreren Ortswehren aus dem Blankenburger Stadtgebiet: Rund 25 Kameraden mussten  am Dienstag in den  Morgenstunden ins Waldgebiet Heers ausrücken, um die brennenden Reste eines illegalen Lagerfeuers zu löschen. Ein Zeuge hatte nicht nur das abseits eines Weges schwelende Feuer entdeckt und gegen 8.58 Uhr die Wehren alarmiert, sondern zugleich als Einweiser fungiert, sodass die Kameraden ohne Zeitverzug zum Brandort gelangten.

Da der Anrufer von einer Fläche größer als 100 Quadratmeter berichtet hatte und wegen der tagsüber eingeschränkten personellen Situation bei den Wehren, beorderte die Leitstelle die Kameraden aus Blankenburg, Cattenstedt und Derenburg mit sieben Fahrzeugen zum Heers. Dank ausgebauter Waldwege und geländegängiger Technik habe man sich der Brandstelle bis auf rund 20 Meter nähern können, so Stadtwehrleiter Werner Greif. Anschließend sei das Feuer mit vergleichsweise kleinen D-Schläuchen binnen kurzer Zeit gelöscht worden. Die Flammen, ergänzte Ortswehr- und Einsatzleiter Alexander Beck, hätten sich bereits rund 20 Zentimeter tief in den Waldboden hineingefressen. Und: „Wir haben ganz eindeutige Spuren eines Lagerfeuers gefunden.“

Dank an Notrufer

Ein Fakt, der bei Greif wie Beck für Kopfschütteln sorgt: „Ich bin fassungslos und entsetzt über so viel Unvernunft“, so Ortswehrleiter Beck. Weil unvernünftige Zeitgenossen trotz extremer Trockenheit, aktuell geltender Waldbrandwarnstufe vier und grundsätzlichen Verbots von offenem Feuer im Wald zündeln, müssten Wehrmitglieder bei großer Hitze ausrücken, um die Flammen zu löschen und größeren Schaden zu verhindern. Die Polizei hat Ermittlungen wegen Brandstiftung gegen Unbekannt eingeleitet. Die Wehren danken dem Notrufer, der umsichtig agiert habe.