Schierke l Böses Erwachen nach besucherreichem Winter-Wochenende: Unbekannte haben in der Nacht zu Montag die drei Kassenautomaten im Schierker Parkhaus geknackt. Ihre Beute: knapp 10.000 Euro. Die gesamten Einnahmen des Wochenendes.

Die Diebe gingen bei ihrer Tat sehr strukturiert vor. Gegen 2.06 Uhr sei der Strom ausgefallen, informiert Volker Friedrich auf Volksstimme-Nachfrage. „Vermutlich mutwillig“, so Wernigerodes Ordnungsdezernent. Auch der Fahrstuhl sei ausgefallen, die Überwachungskamera zur Seite gedreht worden. „Unmittelbar danach wurden die Automaten aufgebrochen“, so Friedrich.

Für die Täter war der Einbruch lohnend. Das Parkhaus sei am Wochenende mehr als gut ausgelastet gewesen – „wie an jedem Wochenende mit Sonne und Schnee“. Um noch mehr Parkflächen zu schaffen, sei sogar der Schulhof im Ort für Autos freigegeben worden.

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Offene Türen im Winterbergtor-Parkhaus

Im Schierker Parkhaus herrscht seit Montag nun Tag der offenen Tür. Die Schranken bleiben bis auf weiteres oben. Das heißt, parken zum Nulltarif. Die Automaten müssen von einer Fachfirma repariert werden. Wie lange das dauert, wird sich zeigen.

Bereits vor zwei Jahren waren die Automaten Dieben zum Opfer gefallen. Die Reparatur hatte damals mehrere Wochen in Anspruch genommen. „Deshalb werden wir überlegen müssen, ob wir an besucherstarken Tagen kurzfristig eine Kassierung durch Personal realisieren“, kündigt Dezernent Friedrich an. Die Polizei sei am Montagmorgen informiert worden. Wie hoch der Schaden an den Automaten sei, könne noch nicht abgeschätzt werden. Sie seien aber gegen Einbruch versichert.

Dennoch stellt sich die Frage, warum die Parkautomaten nicht bereits am Sonntagabend geleert wurden. So empört sich etwa Matthias Winkelmann (CDU) als Chef des Ordnungsausschusses über „so viel Dämlichkeit“. „Für Diebe ist das doch wie eine Einladung gewesen“, so Winkelmann gegenüber der Volksstimme. „Da hat wohl jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht.“ Er wolle die Angelegenheit deshalb im nächsten Ordnungsausschuss thematisieren.

„Diese Kritik müssen wir uns gefallen lassen“, sagt Volker Friedrich. „Wir müssen zusehen, dass wir dafür zukünftig eine andere Lösung finden.“