Technische Details

• In seiner Endausbaustufe soll das gläserne Blockheizkraftwerk laut der Stadtwerke Wernigerode GmbH eine Leistung von zwei Mega-Watt Strom und acht Mega-Watt Wärme liefern.

• Dafür sorgen zwei Blockheizkraftwerk-Module sowie zwei Spitzenlastkessel.

Wernigerode l Auf dem Waldhofbad-Parkplatz in Wernigerode klaffen Löcher, Bagger wühlen sich in den Erdboden. An dieser Stelle planen die Stadtwerke, ein gläsernes Blockheizkraftwerk (BKHW) zu errichten. Um das Baufeld an der Ochsenteichstraße für das neue Gebäude frei zu machen, werden die vorhandenen Ver- und Entsorgungsleitungen für Fernwärme, Trink- und Regenwasser umverlegt, berichtet Stefanie Dunkel auf Volksstimme-Anfrage. Wie die Sprecherin des Energieversorgers mitteilt, ist dafür eine Bauzeit bis Ende Mai vorgesehen.

Das neue Kraftwerk werde zukünftig das Harzklinikum, die Innenstadt und das Neue Rathaus mit klimafreundlichem Strom und Wärme versorgen. Betrieben werde das BHKW nämlich ausschließlich mit Erdgas, um zur weiteren Emissionsreduzierung in der Region beizutragen. „Uns ist es wichtig, als aktive Mitgestalter der Energiewende mitzuwirken und mit neuen umweltschonenden Technologien für eine positive Zukunft in unserer bunten Stadt zu sorgen,“ so Geschäftsführer Steffen Meinecke. Für die Investition hat der Energieversorger mehr als fünf Millionen Euro eingeplant. „Die vorrangig verwendeten Materialien für das Gebäude werden größtenteils Stahlbeton und Stahl sein“, informiert Unternehmenssprecherin Dunkel weiter.

Fünf Millionen Euro für Bau

Das Kraftwerk mit einem Grundriss von 475 Quadratmetern solle zudem einen besonderen Hingucker erhalten: Eine große Glasfassade auf der Straßenseite. „Das ermöglicht interessierten Bürgen und Touristen, einen spannenden Blick in das Innere des Kraftwerkes zu werfen“, erläutert Dunkel weiter.

Bilder

An der Nordseite des Gebäudes werden zwei benötigte Wärmespeicher stehen. Sie sollen laut den Stadtwerken dafür sorgen, die erzeugte Wärme genau für die Zeiten effizient bereitzustellen, in denen der Bedarf am größten ist.

Anfang 2021 in Betrieb

Der eigentliche Bau des BKHWs soll starten, wenn die Vorbereitungen abgeschlossen sind. Voraussichtlich ab Oktober 2020 ist der Bau der technischen Anlagen geplant. Die komplette Fertigstellung mit der Inbetriebnahme der Geräte soll bereits im ersten Quartal 2021 erfolgen. „Wir freuen uns sehr, mit diesem Projekt die klimafreundliche Fernwärmeversorgung im Innenstadtbereich zu sichern und weiter auszubauen“, ergänzt Meinecke.

Hintergrund: Bislang betreiben die Stadtwerke zwei BKHW in Wernigerode – eines am Kupferhammer und eines im Wohngebiet Harzblick. Die neue Anlage an der Fernwärmetrasse nahe des Ochsenteichs soll eine ähnliche Leistung wie Letzteres erbringen.