Stapelburg l Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am Freitag, 31. Juli, auf der Landesstraße 85 zwischen Stapelburg und Ilsenburg vier Autoinsassen zum Teil schwer verletzt worden. Gegen 12.15 Uhr wollte laut Polizei die Fahrerin eines VW-Transporters vom Typ Caravelle in einer langgezogenen Rechtskurve einen Lkw überholen, beachtete aber offensichtlich den möglichen Gegenverkehr nicht. Dort befand sich nämlich ein VW Multivan. Trotz aller Bemühungen beider Fahrerinnen kam es zum Frontal-Zusammenstoß.

Der Rettungsdienst bracht die 34-jährige Fahrerin des VW Caravelle aus Bad Harzburg sowie ihre elfmonatige Tochter ins Krankenhaus nach Goslar, berichtet ein Sprecher des Polizeireviers Harz. Die Multivan-Fahrerin, eine 34-Jährige aus Brandenburg, erlitt ebenfalls schwere Verletzungen. „Sie musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Hildesheim transportiert werden“, heißt es weiter. Ihr Begleiter, ein 34-jähriger Brandenburger, wurde leicht verletzt – ihn brachte ein Rettungswagen ins Krankenhaus Goslar.

Durch die Wucht des Aufpralls verteilten such die Trümmer der Unfallfahrzeuge über eine Distanz von etwa 80 Metern. Der Gesamtschaden, so erste Schätzugen der Beamten, beläuft sich auf etwa 100 000 Euro. Neben den beiden VW, an denen weitgehend Totalschaden entstanden sein dürfte, wurde auch ein drittes Auto durch herumfliegende Fahrzeugteile beschädigt. Dabei handelt um den Pkw Ford eines 59-jährigen Mannes aus Veckenstedt.

Feuerwehr sichert Unfallfahrzeuge

Die Stapelburger Feuerwehr, die gegen 12.30 Uhr zur Unfallstelle gerufen wurde, unterstützte zunächst die Arbeiten der medizinischen Rettungskräfte und anschließend die Polizei bei der Unfallaufnahme durch ihre Logistik. Zudem sicherte sich die Unfallfahrzeuge durch Abklemmen der Batterien und banden durch die Unfallfolgen ausgetretene Betriebsflüssigkeiten auf der Straße.

Die Verbindungsstraße zwischen Stapelburg und Ilsenburg war laut eines Polizeisprechers für die Zeit der Menschenrettung von 12.30 bis 13.30 Uhr voll gesperrt. Nachdem die Verletzten abtransportiert waren, ermöglichte die Lage der Trümmerteile ein einspuriges und wechselseitiges Vorbeiführen des Verkehrs an der Unfallstelle. Nach Ende aller Arbeiten an der Unfallstelle wurde die Straße um 14.45 Uhr wieder komplett freigegeben. Die Beamten des Polizeireviers Harz leiteten gegen die Bad Harzburgerin ein Ermittlungsverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung ein.