Wernigerode l Mit Müllsäcken, Astscheren, Harken und Schubkarren bestückt, sind etliche Helfer in Wernigerode und den Ortsteilen in den letzten Tagen im Einsatz gewesen. „Wernigerode putzt sich für den Frühling“ – unter diesem Motto stand die Frühjahrsputzaktion, die alljährlich vom Ordnungsamt organisiert wird.

Mitglieder von Vereinen, Kirchgemeinden und viele Freiwillige folgten dem Aufruf. Darunter auch die Silstedter, die am Freitag ihr Dorf vom Winterdreck befreiten. Die Brandschützer des Ortes säuberten die Dachrinne der Kirche. Zahlreiche junge Leute harkten die Wege und sammelten Müll auf – sehr zur Freude von Ortsbügermeister Karl-Heinz Mänz (CDU) und Jens Lux von der Stadtjugendpflege. „Immer wieder kommen Jugendliche vorbei, die mit anpacken“, so Lux.

Einsatz im Gutspark

Ebenso fleißig waren die Nachwuchsbrandschützer in Minsleben, die zusammen mit Mitgliedern des Ortschaftsrates und anderen Einwohnern den Gutspark auf Vordermann brachten. Äste, Totholz sowie liegengebliebene Sturmschäden von „Friederike“ und „Xavier“ wurden abtransportiert. Außerdem harkten die Teilnehmer die Wege und reinigten die Brücken im Park.

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Ein feuchtes Vergnügen war die Aktion des Wildfisch- und Gewässerschützvereins. Am Freitagmittag streiften einige Mitglieder in Watstiefeln durch den Zillierbach, um Müll aus dem Wasser und vom Uferbereich des Flüsschens zu sammeln. Dabei füllten sie etliche Säcke mit Unrat.

Bratwurst zur Belohnung

Wie auch die Mitglieder des Wernigeröder Harzklub-Zweigvereins und die Mountainbiker. Beim gemeinsamen Einsatz auf den Wanderwegen rund um die Harburg und am Parkplatz Kaltes Tal fanden sie am Sonnabend jede Menge Müll, darunter drei Radkappen, die für Kopfschütteln sorgten. Zehn volle Müllsäcke wurden nach mehrstündiger Arbeit zur Entsorgung zum Bauhof gefahren, informierte Zweigvereinschef Volker Friedrich. „Sowohl die Mountainbiker als wir die Harzklubler haben uns der Pflege von Wanderwegen verschrieben.“ Deshalb habe man sich auf die Gemeinschaftsaktion verständigt, so Friedrich. Nach getaner Arbeit ließen sich die Helfer Bratwurst und Bier an der Harburg schmecken. Auf Einladung des Harzklubs hatte Hausherr Thorsten Ahrend den Grill in Gang gebracht. Und dieser Imbiss bei Sonne und schöner Aussicht war redlich verdient.