Forstamt lädt Holz auf dem Hang ab - Stämme sollen am Sonnabend abtransportiert werden

Gefällte Bäume versperren Skipiste im Zwölfmorgental

Von Jörn Wegner

Wernigerode. Wer in diesem Dezember rodeln oder skifahren möchte, hat in Wernigerode gleich doppelt Pech. Nicht nur, dass der Schnee fehlt, auf der Piste im Zwölfmorgental liegen seit einiger Zeit zig Baumstämme. "Selbst wenn es jetzt schneit, ich werde den Skilift unter diesen Umständen nicht einschalten können", sagt Manfred Frintert vom Vorstand des Wernigeröder Skiklubs. Er sei überrascht gewesen, als eines Tages die Baumstämme auf der Wiese lagen, berichtet er gegenüber Volksstimme.

Die bereits zurechtgesägten Bäume versperren das komplette untere Drittel der Piste. Wer unter diesen Umständen mit dem Schlitten oder auf Skiern den Hügel herunterfährt, riskiert schwere Verletzungen.

"Selbst die Kinder auf ihren Schlitten sind hier noch um die 25 km/h schnell", so Frintert. Weshalb die Baumstämme auf der Abfahrt liegen, weiß Frintert nicht - noch weniger, weshalb sie nicht abgeholt oder wenigstens auf einer der zahlreichen freien Flächen am Rande der Piste aufgestapelt wurden. Das Gelände der Skipiste im Zwölfmorgental untersteht dem Stadtforst.

Nachdem die Stämme wochenlang die Abfahrt versperrt haben, zeichnet sich nun eine Lösung ab. "Das Holz wird am Sonnabend von den Mitarbeitern des Forstamtes abgeholt", teilt Winnie Zagrodnik von der Stadtverwaltung auf Volksstimme-Nachfrage mit. Die Bäume sind ihr zufolge für die Verarbeitung zu Säge- und Industrieholz vorgesehen.

Werden die Stämme aus dem Weg geräumt, befürchtet Manfred Frintert das nächste Problem: "Wenn das Holz mit schweren Maschinen abtransportiert wird, hinterlassen die Reifen tiefe Spuren im Boden."

Vor allem für den Nachwuchs engagiert sich der Skiklub ehrenamtlich, sagt Frintert. Wenn die Bäume abgeholt sind, erwartet die Kinder eine sanft abfallende Piste, die sowohl mit dem Schlitten als auch auf Skiern befahren werden kann. Bergauf hilft ein Skilift. "Wir haben hier einen Nordhang, und durch die Tallage ist der Wind viel schwächer als anderswo", erklärt er. Um all das zu genießen, fehlt jetzt nur noch der Schnee. Folgt man der Wettervorhersage, wird bis ins neue Jahr aber nur Regen aus den Wolken fallen.