Darlingerode/Drübeck l 10.000 junge Bäumchen sind vor einigen Tagen auf Kahlflächen im Drübecker Gemeindewald gepflanzt worden. Sie sollen für die Wiederaufforstung der sturm- und käfergeschädigten Flächen sorgen, doch ohne Wasser sind auch die jungen Pflanzen vom Absterben bedroht. Deshalb bat Ilsenburgs Bürgermeister Denis Loeffke (CDU) die Ortswehren um Hilfe – und alle erklärten sich bereit. Den Anfang der Hilfe machten am Sonnabend die Darlingeröder Kameraden, die die Chance nutzen, gleich einen Teil der Ausstattung ihres neuen Logistikfahrzeugs zu testen.

Normalerweise sind die 4000 Liter Wasser im Löschtank des Fahrzeugs für Brandeinsätze vorgesehen, doch zum Bäumegießen kann die Technik auch genutzt werden. Fachliche Unterstützung gewährte Revierförster Lutz Böge und auch der Bürgermeister überzeugte sich vor Ort von der Dringlichkeit der Aktion.

Die jungen Bäumchen wurde alle mit Geld aus dem städtischen Haushalt bezahlt. Da wäre es doppelt fahrlässig, das junge Grün gleich wieder verdorren zu lassen. „Dann hätten wir es gleich aus dem Fenster werfen können“, so Loeffke. Der Gießeinsatz fand übrigens mit minimalem Personaleinsatz und mit ständiger Abstandskontrolle statt. Auch die Feuerwehren unterliegen – sofern ihre Aufgaben dies zulassen – den für alle geltenden Kontaktbeschränkungen im Sinne des Gesundheitsschutzes.

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Weitere Einsätze im Stadtwald möglich

Wie Denis Loeffke auf Volksstimme-Nachfrage erklärte, könnten solche Einsätze wiederholt werden. Dann wahrscheinlich mit anderen Ortswehren, die auch ihren Beitrag leisten wollen. Bevor es aber zum nächsten Einsatz kommt, soll die Entwicklung des Wetters abgewartet werden. „Für Dienstag und Mittwoch wird bundesweit mit Schauern gerechnet. Doch niemand weiß, wie viel Regen sie bringen und wo genau dieser fallen wird. Es kann auch durchaus sein, dass wir schon bald wieder zum Gießen in den Wald müssen“, so der Bürgermeister, der auf diesem Weg nochmal allen Frauen und Männern dankte, die ihren halben Sonnabend opferten.