Quedlinburg l Ist den Beamten der Polizei bei ihren Mordermittlungen am Dienstag (1. September) der entscheidende Durchbruch gelungen? Auch wenn diese Frage bis zum Abend offen blieb, mehrten sich die Hinweise, dass ein 23-Jähriger, der am Abend des Kapitalverbrechens zunächst als Zeuge befragt worden war, nunmehr als möglicher Täter in den Fokus der Ermittler gerückt ist. Nach Informationen der Volksstimme soll der Mann am Dienstag gegen 14.30 Uhr von Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) in seiner Wohnung unweit des Tatorts vorläufig festgenommen worden sein. Anschließend begannen Ermittler der eigens gebildeten Sonderkommission (Soko) mit der Durchsuchung der Wohnung des 23-Jährigen.

Eine Sprecherin der Polizeiinspektion Magdeburg wollte die Festnahme auf Anfrage nicht bestätigen. Es habe jedoch eine Wohnungsdurchsuchung gegeben, die bis zum Dienstagabend noch nicht abgeschlossen war. Daher könne sie zur Frage, ob dabei die Tatwaffe gefunden worden sei, nichts sagen. Nach den Befragungen in den Abendstunden, kam der 23-Jährige mangels Beweisen wieder auf freien Fuß.

Die Bluttat am frühen Montagabend sorgt in Quedlinburg für blankes Entsetzen. Zeugen hatten gegen 18.45 Uhr in der Julius-Wolff-Straße mehrere Schüsse vernommen und anschließend den 73-Jährigen auf der Straße liegend gefunden. Reanimationsversuche des herbeigeeilten Notarztes blieben erfolglos.

Bilder

Bei dem Toten handelt es sich laut Polizei um einen 73-jährigen Mann aus Quedlinburg. Nach Informationen der Volksstimme ist Michal W. ein gebürtiger Pole, der seit vielen Jahren in Deutschland lebt, Hausmeister-Tätigkeiten ausführt und als allseits beliebt beschrieben wird. Seine Frau soll nicht mehr leben, seine Tochter wohnt wohl in Polen.

Die ganze Geschichte in unserem E-Paper