Elbingerode l Die Absage des Jodlerwettstreits in Altenbrak hat weite Kreise gezogen. Um die Traditionsveranstaltung zu retten, schlägt der Bürgermeister der Oberharzstadt, Ronald Fiebelkorn (CDU), nun vor, sie nach Benneckenstein zu verlegen. „Wir würden die Waldbühne zur Verfügung stellen.“ Ein endgültiges Aus für den Sängerwettstreit wäre sehr bedauerlich. „Das ist eine Veranstaltung, die in den Harzkreis und darüber hinaus ausstrahlt“, so Fiebelkorn. Daher wolle man über die Stadtgrenzen hinweg Hilfe anbieten – wenn nicht mehr in diesem, dann im kommenden Jahr.

Denn einen Jodlerwettstreit in Benneckenstein wird es 2020 nicht geben. „Wir bedanken uns sehr für den Vorschlag, doch das wird nichts ändern“, sagt Martina Weber, stellvertretende Vorsitzende der Trachtengruppe Altenbrak, die seit Jahrzehnten die Veranstaltung organisiert. Man habe bereits Verträge gekündigt, mit denen Künstler gebunden und Technik gemietet worden waren. Auftreten sollte unter anderem Michael Hirte, bekannt als der „Mann mit der Mundharmonika“. Enttäuscht zeigte sich Martina Weber davon, dass die Stadt Thale und die Bodetal Tourismus GmbH (BTG) bisher nicht auf das Aus des Wettstreits reagiert hätten.

Mitstreiter-Suche

Den Jodlerwettstreit retten möchte auch Lutz Bernstein. „Das Harzer Brauchtum müssen wir unbedingt bewahren“, sagt der Jodler und langjährige Teilnehmer des Wettbewerbs aus Blankenburg. Daher will er nun eine Initiative starten, um Geld zu sammeln und Mitstreiter für eine Fortführung der Veranstaltung zu gewinnen.

Die Trachtengruppe Altenbrak hatte nach einem Streit mit dem Ortschaftsrat den 68. Jodlerwettstreit, der am 6. September stattfinden sollte, abgesagt und ihre Auflösung zum Jahresende bekannt gegeben.