Wernigerode l Reddeber soll eine neue Kindertagesstätte erhalten. Wer sie baut, ist noch offen. Und das sorgt aktuell für Diskussionen unter Wenigerodes Lokalpolitikern. Der Stadtrat hatte sich im Dezember per Beschluss zum Neubau der Kita bekannt. Zudem wurde der Oberbürgermeister beauftragt zu prüfen, ob es die Stadt finanziell günstiger kommt, einen Investor einzubeziehen. Dazu sollte die Verwaltung eine Wirtschaftlichkeits-berechnung vorlegen. Die Entscheidung, ob Bau in Eigenregie oder über ein Investorenmodell, treffen die Stadträte.

Der Stadtratsbeschluss sei „unzureichend“ umgesetzt worden, kritisieren Linke-Fraktionschef Thomas Schatz und sein Vize Christian Härtel. Entgegen einer ergebnisoffenen Prüfung favorisiere die Stadtverwaltung das Investorenmodell. Die Verwaltung habe eine entsprechende Vorlage eingereicht, die in den Fachausschüssen beraten und am 22. März vom Stadtrat verabschiedet werden soll. „In dem vorgelegten Beschlussentwurf wird kein transparenter Kostenvergleich zwischen Eigeninvestition und Investorenmodell dargestellt.“ Der Gewinnaufschlag sei auf „Euro und Cent“ zu benennen, fordern Schatz und Härtel.

Dass der Vorschlag der Verwaltung unter Ausschluss der Öffentlichkeit beraten werden soll, stößt bei den Linken auf Kritik. „Statt öffentlicher und transparenter Kostendebatte mit den Bürgern, wie dies bei Eigeninvestitionen der Fall wäre, wird das Investorenmodell in das Halbdunkel der Hinterzimmer verschoben“, so Härtel.

Die Linke stehe „ohne Wenn und Aber“ zum Kita-Neubau in Reddeber, „und zwar über eine Investition in Eigenregie, so wie dies in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten bei allen städtischen Kitas die Regel war“.