Wernigerode l Jung und Alt in Wernigerode „kann Klimaschutz“. Das wurde auf dem Aktionstag am Donnerstag auf dem Marktplatz in vielfacher Hinsicht eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Neben zahlreichen Präsentationen von Umweltprojekten und kreativen Wettbewerbsbeiträgen gab es eine Reihe interessanter Mitmach-Angebote. Verantwortlich für die Vielfalt waren die Unterstützer wie Stadtwerke, Hochschule Harz, das Grüne Klassenzimmer des Harzmuseums, Sachgebiet Grünanlagen, der Unterhaltungsverband Ilse-Holtemme, die Verbraucherschutzzentrale, das Eine-Welt-Netzwerk, die Thomas-Müntzer-Schule und die Harzer Abfallwirtschaft (Enwi). Mit dabei waren auch der Imker Enrico Kretschmar, der Nationalpark Harz, der Landesforst, die Lebenshilfe, verschiedene Fahrradhändler, E-Autos und Car-Sharing.

Signal für Sachsen-Anhalt

Zu dem Auftakt nach Maß gehörte eine Ehrung. Unter Beifall nahmen Oberbürgermeister Peter Gaffert (parteilos), Stadtwerke-Chef Steffen Meinecke und der Umweltbeauftragte der Stadt, Ulrich Eichler, den European Energy Award entgegen. Dieser „Oscar“ ist ein internationales Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinstrument für kommunalen Klimaschutz.

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„Wernigerode treibt seit Jahren nachhaltig und systematisch Projekte zum Klimaschutz voran“, begründete Leonard Meyer von der Bundesgeschäftsstelle des European Energy Award die Auszeichnung. „Wenn Wernigerode sich auf den Weg macht, ist das für ganz Sachsen-Anhalt ein Signal mit Vorbildwirkung“, so Dirk Trappe von der Landesenergieagentur. Diese hat das Zertifizierungsverfahren begleitet und gemeinsam mit der Landesstiftung Umwelt- und Naturschutz sowie Lotto Sachsen-Anhalt finanziell unterstützt.

Appell an Landesregierung

Peter Gaffert betonte, wie wichtig starke Partner in Projekten wie diesem seien und richtete einen Appell an die Landespolitik: „Für solche Themen braucht es engagiertere Unterstützung der Landesregierung.“ Wichtig seien aber auch die lokalen politischen Akteure, fügte Gaffert hinzu. Besonders erfreut zeigte er sich über das Klimaschutzengagement von Vereinen und Bürgern. Gemeinsam mit Stadtratspräsident Uwe-Friedrich Albrecht (CDU) würdigte er insgesamt 16 Umweltaktivitäten (Infokasten) und die Beteiligung der Jüngsten am Kreativwettbewerb.