Wernigerode l Was tagsüber für das Gehör Normalität ist, kann beim Einschlafen zur Qual werden: Mehr als 270 Wernigeröder leiden unter einem nächtlichen Geräuschpegel von über 55 Dezibel – in etwa der Lautstärke eines Gesprächs oder eines Radios. Das geht aus der EU-Lärmkartierung von 2017 hervor.

Doch die Stadtverwaltung lehnt ab, einen Lärmaktionsplan für die betroffenen Straßen zu erarbeiten. Bei den fünf Problemzonen handele es sich um eine Autobahn, eine Bundesstraße und drei Landesstraßen, heißt es aus dem Amt für Stadt- und Verkehrsplanung auf Volksstimme-Anfrage. Wernigerode sei nicht Baulastträger für diese Hauptverkehrsadern.

Bei der Erhebung wurde der sogenannte nächtliche Beurteilungspegel an der Autobahn 36, dem Dornbergsweg (L 86), der B 244 vom Altstadtkreisel bis zur Westerntor-Kreuzung sowie an der Ilsenburger, Rudolf-Breitscheid- und Halberstädter Straße (L 85 und L 82) überschritten. Zudem wiesen Einwohner die Stadt auf erhöhte Verkehrsbelastung an den Kommunalstraßen Lindenallee und Am Kupferhammer hin. Weitere Einreichungen lägen nicht vor.

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