Student Stefan Bauer gewinnt mit seinem Kurzfilm "Garbage Day" beim 18. Jugendvideopreis

Mülldetektiv Alex begeistert die Fachjury im Marstall

Von Andreas Fischer und Julia Schneider

Wernigerode l Morddrohungen, ein Privatdetektiv, eine Femme Fatale: Der Kurzfilm "Garbage Day" aus der Feder von Stefan Bauer vereint, was ein guter Leinwandstreifen braucht. Das fand auch die Jury des 18.Jugendvideopreises in Sachsen-Anhalt und zeichnete den Studenten der Hochschule Harz beim Finale im Wernigeröder Marstall aus.

Der Sieg in der Kategorie "Fortgeschrittene" kam für den 19-Jährigen überraschend. "Es waren so viele tolle Beiträge dabei, darum ist es wirklich eine Ehre, dass wir gewonnen haben", sagt der Student der Medieninformatik beeindruckt. "Garbage Day" hat Müll und Recycling zum Thema - Mülldetektiv Alex spielt darin die Hauptrolle. Inspirieren ließ sich Bauer von seinen Kommilitonen Alexander Johr (23) und Marcel Czeszewski (27) , die über strikte Mülltrennung diskutierten. Kurzerhand wurden beide als Darsteller verpflichtet, den weiblichen Part übernahm Studienkollegin Kristina Röpke (20). Christian Kusan und Norman Henges (beide 20) komplettierten als Techniker das Team.

"Für das Drehbuch und alle nötigen Vorbereitungen haben wir ungefähr zwei Monate gebraucht, nach sechs Drehtagen hatten wir den Film dann im Kasten", sagt Bauer.

"Garbage Day", der die Jury vor allem als Hommage an den sogenannten Film Noir der 1940er-Jahre überzeugte, hatte der Jungregisseur gemeinsam mit seinen Freunden als Abschlussarbeit für das zweite Semester produziert. "Schon damals in der Schule habe ich kleine Streifen gedreht", erzählt der gebürtige Ballenstedter. Auch als Student verfolgt er seine Leidenschaft weiter. "Stefan ist als Regisseur echt begabt. Er hat uns regelrecht mitgerissen und begeistert", sagen die Kommilitonen. Gemeinsam planen die Studenten bereits einen neuen Film.