Elend/Tanne l „So etwas habe ich noch nicht gesehen“, sagt Roland Krebs. Der Oberharz-Ordnungsamtschef zeigt ein Bild einer alten Panzergranate – an sich kein ungewöhnlicher Fund in der Region. „Diese stammt aber nicht aus dem Zweiten, sondern aus dem Ersten Weltkrieg.“ Damals gab es keine Kampfhandlungen im Oberharz.

Der rostige und mit Moos überzogene Sprengkörper sei bei Elend vermutlich vom Revierförster entdeckt worden, in einem abgesägten Baumstumpf. „Wie er dorthin gekommen ist, kann ich mir nicht erklären“, so Krebs. Fakt ist: Der Kampfmittelräumdienst des Landes Sachsen-Anhalt hat die Granate abtransportiert.

Genau wie weitere Munition, die später auf dem ehemaligen Schießplatz bei Tanne gefunden wurde. „Dabei handelt es sich um eine russische Übungsgranate“, erläutert der Leiter des Ordnungsamtes. Sie sei nicht scharf gewesen.