Wernigerode l Die Feuerstein-Arena in Schierke wird künftig von der Wernigerode Tourismus GmbH (WTG) betrieben. Darauf hat sich der Aufsichtsrat des städtischen Unternehmens verständigt, informiert Andreas Meling. „Damit hat die WTG den Weg für die Einstellung von Personal frei gemacht“, so der Schierke-Beauftragte der Stadtverwaltung. Fünf Stellen, darunter der technische Betriebsleiter der Arena, seien bereits ausgeschrieben worden.

Die Stadt lässt die Arena auf dem Gelände des früheren Natureisstadions für 8,4 Millionen Euro bauen. Zwei Drittel der Summe fördert das Land. Baustart war im Mai 2016. Ende 2017 soll die Multifunktionsarena mit der Winter- und Eissaison eröffnet werden.

Steuerrechtliche Probleme

2014 fasste der Wernigeröder Stadtrat den Grundsatzbeschluss für den Bau der Arena mit Kunsteisfläche im Winter. Parallel dazu ließ die Verwaltung ein Betriebskonzept unter der Maßgabe der Ganzjährigkeit erarbeiten. Weil der Stadtrat den städtischen Zuschuss auf jährlich 200.000 Euro deckelte, musste das Konzept angepasst werden. Ursprüngliches Ziel war es, europaweit nach einem Betreiber für die Arena zu suchen. Doch das würde zu steuerrechtlichen Problemen führen, stellte sich heraus. „Wenn wir als Stadt einem Betreiber einen Zuschuss zahlen, der höher als dessen Pacht ist, haben wir als Stadt keine Gewinnerzielungsabsicht“, so Meling. „Deshalb scheidet die Vergabe an Dritte aus.“ Eine Arbeitsgemeinschaft mit Vertretern aus Stadtrat und Verwaltung habe daraufhin andere Optionen geprüft. Dabei habe sich gezeigt, dass die Vergabe an die WTG „am logischsten“ ist, so Meling.

„Im Sommer wollen wir mit der Vermarktung starten.“ Der Zeitplan bis dahin sei eng gestrickt, informiert Meling. „Viele Details sind abzustimmen.“ Darunter beispielsweise Vertragsabschlüsse mit Dienstleistern, die Anschaffung der Tische und Stühle für das Restaurant, die Auswahl der gastronomischen Betreuung.

Noch nicht geklärt ist, ob der Arenabetrieb durch die WTG ein Dauermodell oder eine Übergangslösung ist. „Das ist noch offen“, sagt Andreas Meling.