Schierke l Diese Aktion hat voll eingeschlagen. „Wir haben eine Menge Geld für die Wiederaufforstung des Harzes gesammelt“, sagt Initiator Thomas Rader. „Wir können schon über 3400 Bäume pflanzen.“ Die Resonanz auf seine Aktion sei überwältigend gewesen. „Von allen Seiten gab es Zuspruch.“ Im Herbst 2019 hatte der Niedersachse sein Klimaprojekt in Schierke gestartet. Warum Schierke? Weil Rader dort zusammen mit seinem Schwager mehrere Ferienhäuser gebaut hat und vermietet. Aktuell steht der Investor kurz vor der Eröffnung seines Weinrestaurants „Montevino.“

Raders Idee ist so einfach wie einleuchtend: Von jeder in seinen Ferienhäusern gebuchten Nacht sollen fünf Euro für den Kauf und die Anpflanzung von Laubbäumen im Harzwald gespendet werden. Mit seiner Aktion will der Niedersachse dem Klimawandel und dem Waldsterben etwas entgegensetzen. Sein Motto: nicht reden, sondern machen. Denn wenn nichts unternommen werde, seien die Wälder um Schierke bald kahl.

Was die geplante Baumpflanzung betrifft, wollte Thomas Rader eigentlich Nägel mit Köpfen machen. Mit dem 1. Mai stand bereits ein Termin fest. Etliche Leute hatten ihm Hilfe zugesagt. Darunter auch die Nationalparkverwaltung. Denn im Nationalpark bei Schierke sollen die Laubbäume schließlich gepflanzt werden. Beim Pflanzen wollte Rader auf die Geochacher setzen, die Jahr für Jahr nach zu Walpurgis nach Schierke kommen, um unter anderem auf den Harzer Bergwiesen aufzuräumen.

Der geplante Pflanztermin sei aber nun „unter die Corona-Räder“ geraten, informiert der Niedersachse. „Wir werden weiter sammeln und später pflanzen.“

Für Thomas Rader ist der erste Pflanztermin ohnehin nur ein Etappenziel. Einen gemeinnützigen Verein will er gründen. Wenn es nach ihm ginge, könnte sein Klimaprojekt gerne noch weiter wachsen. „Ich kann die Schierker und Harzer nur dazu aufrufen, sich zu beteiligen.“ Es müssten ja nicht unbedingt 5 Euro pro Buchung sein, wie bei ihm. Es würde auch weniger reichen.

„Es geht darum, ein Zeichen zu setzen – auch den Urlaubern gegenüber, die nach Schierke kommen“, so Rader. „Der Wald verändert sich. Mit der Aktion können wir zeigen, dass wir es nicht einfach geschehen lassen und dafür sorgen, dass der Harz schneller wieder grün ist.“ Und der Wandel betreffe nicht nur den Harz. Mit genügend Unterstützern könnten er seine Aktion auf Sachsen-Anhalt und Niedersachsen und noch viel weiter ausweiten.

Interessierte können unter heiermann4future.de über die aktuellen Spendenstand informieren