Wernigerode l Wernigerode wird vorerst kein Mekka für Krimifans. Wegen der Corona-Krise ist der Dreh für den neuen „Polizeiruf 110“ Magdeburg abgesagt worden. „Der Beginn der Dreharbeiten liegt still“, teil Bianca Hopp vom MDR mit.

Die Absage war mit Blick auf die aktuelle Situation zu erwarten. „Wir können diese Entscheidung natürlich in dieser Zeit absolut nachvollziehen“, sagt Wernigerodes Rathaussprecher Tobias Kascha, der derzeit mit der Produktionsfirma in schriftlichem Kontakt steht. „Es gibt jetzt sicher wichtigere Dinge als Filmproduktionen.“

Die Dreharbeiten mit TV-Kommissarin Claudia Michelsen sollten ursprünglich Mitte April starten. Vier Wochen lang sollten die Harzstadt und die nähere Umgebung Kulisse für die Polizeiruf-Episode sein. Das Produktionsteam hatte verschiedene Drehorte in Wernigerode und Schierke ausgewählt. Worum es bei dem Film genau gehen sollte und welche Schauspieler noch in den Harz reisen, darüber hielten sich Produtionsfirma und der MDR als Auftraggeber bislang zurück. Es war lediglich durchgesickert, dass Hexen in der Episode eine Rolle spielen.

Ende 2019 hatte das Filmteam bei der Stadt Wernigerode angefragt. Es wurden sogar schon Statisten für den Dreh gesucht. Als Hauptquartier für die Produktion sollte das leerstehende Wohnheim am Kohlgarten dienen. Das Gebäude wird inzwischen allerdings anderweitig als Testzentrum für Corona-Verdachtsfälle genutzt.

Tobias Kascha hofft nun, dass der Dreh später nachgeholt wird. „Ich habe der Produktionsfirma zugesagt, dass, wenn das Leben wieder einigermaßen in normalen Bahnen verläuft, die Stadt Wernigerode als verlässlicher Partner für die Dreharbeiten zur Verfügung steht“, so der Rathaussprecher. Vom MDR heißt es dazu: „Wir gehen aktuell von der Realisierung zu einem späteren Zeitpunkt aus.“