Wernigerode l Erneut hat sich Ärger in der Amtsgasse aufgewirbelt. „Im wahrsten Sinne des Wortes“, hadert eine Anwohnerin. Neben der ständigen Staub- und Dreckbelästigung sei auf der geschotterten Schlaglochpiste nun noch eine Unfallgefahr hinzugekommen. „Ich befürchte zum einen, dass ich mir mein Auto beschädige, zum anderen, dass Fußgänger dort stürzen könnten“, fügt die Wernigeröderin hinzu und zeigt auf eine Stelle hinter dem ausgebauten Teil der Amtsgasse, der an den neuen Argenta-Wohnpark angrenzt.

Dort ragen am Rand eines Schlaglochs drei Metallkörper heraus. Dabei handelt es sich um sogenannte Schieberkappen mit Deckeln von Hydranten. „Es ist in der Tat so, dass die Deckel, die normal mit der Fahrbahnoberfläche abschließen sollten, gefährlich hoch herausstehen“, sagt Günter Umann auf Volksstimme-Nachfrage. Die Beschwerden darüber kennt der Mitarbeiter des städtischen Tiefbauamtes, der für die Straßenunterhaltung verantwortlich ist.

Aus diesem Grund, so Umann weiter, habe er bereits veranlasst, dass die Gefahrenquelle beseitigt wird. In der Verantwortung seien zwar auch die Stadtwerke, die Eigentümer der Hydranten sind, „doch wollen wir die Sache nicht komplizierter machen, als sie ist.“

Optimale Lösung gesucht

Diese Aussage bezieht der Rathausmitarbeiter auf die Reparatur, die allein nicht genügen dürfte, damit der Ärger in der Amtsgasse gänzlich verfliegt. „Sicher werden wir die Schlaglöcher erneut mit einem Schottergemisch flicken“, sagt Günter Umann. Im Amt sei man sich aber einig, zu überlegen, wie die Buckelpiste optimaler ausgebessert werden kann, ohne dass die Anwohner mit Beiträgen belastet werden.

Beitragspflichtig wäre ein grundhafter Straßenausbau, bei dem die Stadt laut Gesetz verpflichtet ist, die Grundstückseigentümer an den Ausbaukosten zu beteiligen. Ohne Zuzahlung käme beispielsweise ein Dünnschichtbelag im Kalteinbau auf Asphaltbasis infrage.

Vorderer Teil komplett saniert

Während der hintere Teil der Amtsgasse ein Relikt der Vergangenheit ist, wurde der vordere Straßenabschnitt zwischen Wohnpark und HSB-Bahnübergang/Einmündung Burgmühlenstraße bei der Erschließung des Baugeländes komplett saniert.