Elbingerode/Hasselfelde l Lange haben Schüler, Lehrer und Eltern gewartet, nun kann es losgehen: Der Förderbescheid für die geplanten Instandsetzungsprojekte in den Grundschulen Elbingerode und Hasselfelde liegt vor. Die Stadtverwaltung bereitet dafür die entsprechenden Ausschreibungen vor, berichtet Bauamtsleiter Michael Kubocz auf Volksstimme-Nachfrage.

Rund 220.000 Euro kann die Stadt für beide Einrichtungen ausgeben (die Volksstimme berichtete). Der größte Teil, rund 200.000 Euro, stammt aus einem Förderprogramm für finanzschwache Kommunen. Den Eigenanteil von zehn Prozent kann die Stadt ausgeben, obwohl es für das laufende Jahr noch keinen Haushalt gibt. Denn dass die Mängel in den Schulen beseitigt werden müssen, ist „unabweisbar“ und muss daher nicht aufgeschoben werden.

Jeweils rund 110.000 Euro fließen in jede der beiden Bildungseinrichtungen. In beiden Teilen der Grundschule Elbingerode werden Fußböden in Fluren, Klassenräumen und im Lehrerzimmer instandgesetzt. Zudem werden die Fassade der oberen Grundschule und Teile der Fassade der unteren Grundschule saniert.

In Hasselfelde stellte sich die Lage zunächst komplizierter dar. Vorgesehen war zunächst, unter anderem den Kellerflur mit den Schülertoiletten instandzusetzen. Davon sei man inzwischen abgerückt, berichtet Michael Kubocz.

Denn die Sanitäranlagen im Untergeschoss entsprächen nicht den Vorgaben für Grundschulbauten, die eigentlich auf jeder Etage Toiletten vorweisen müssten. Hätte man dort bis zu 80.000 Euro investiert, wäre doch nicht mehr als Provisorium zu erwarten gewesen, sagt Kubocz. „Das wäre unwirtschaftlich“.

Rohbau und Erdgeschoss

Daher wird stattdessen nun ein zweigeschossiger Anbau geplant, in dem die Sanitäranlagen untergebracht werden sollen. „Wir gehen davon aus, dass das Geld reicht, um den Rohbau fertigzustellen und die Toiletten im Erdgeschoss einzurichten“, sagt der Bauamtsleiter. Wie weit man mit der vorhandenen Summe komme, würden die Ausschreibungsergebnisse zeigen.

Derzeit werde die Ausschreibung für den Architekten vorbereitet. Das Ziel ist klar: „Wir wollen noch in diesem Jahr anfangen“, so Kubocz. Im kommenden Jahr müsse das Bauprojekt abgeschlossen werden, das Fördergeld ist bis Ende 2021 auszugeben. Die Ausstattung des zweiten Obergeschosses müsste später folgen, sobald die Finanzierung steht. Nötig wären noch einmal 20.000 bis 30.000 Euro, schätzt Michael Kubocz. „Das ist überschaubar.“

Zuvor hatte es Überlegungen gegeben, das bereitstehende Geld in die Sanierung der maroden Turnhalle zu stecken, die von Grundschülern, aber auch Sportvereinen genutzt wird. Dort gibt es große Probleme vor allem mit der Decke, von der Teile des Putzes heruntergefallen sind und die mit Netzen gesichert wude.

Notreparatur geplant

Das soll aber ebenfalls nicht so bleiben. „Wir gehen davon aus, dass wir im Rahmen von Notreparaturen etwas tun können“, sagt der Bauamtsleiter. Unter anderem sollen die Balkenköpfe neu befestigt werden, die Planungen dafür laufen. Und: „Wir bemühen uns um weitere Fördermittel“, so Kubocz.