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Junge oder Mädchen? Zoo lüftet Geheimnis Mit Video: Kleine Tiger sind erstmals im Zoo Magdeburg zu sehen

Premiere für den Tigernachwuchs im Zoo Magdeburg: Die vier Sibirischen Tiger von Tigermutter Stormi haben ihre erste Impfung bekommen. Es wurde auch das Geschlecht bestimmt und verraten, wann die kleinen Raubtiere zu sehen sind.

Von Karolin Aertel Aktualisiert: 16.07.2025, 09:49
Im Zoo Magdeburg ist der Tigernachwuchs von Tigerdame Stormi erstmals geimpft worden.  Die kleinen Raubtiere protestierten vehement gegen das Prozedere.
Im Zoo Magdeburg ist der Tigernachwuchs von Tigerdame Stormi erstmals geimpft worden. Die kleinen Raubtiere protestierten vehement gegen das Prozedere. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Magdeburg. - Sie blickten entsetzt, fauchten und protestierten vehement - am Ende haben sie die Prozedur aber tapfer über sich ergehen lassen: Die vier kleinen Sibirischen Tiger von Tigerdame Stormi erhielten am Montag, 14. Juli ihre erste Impfung. Ein besonderer Termin für Tiere und Tierärzte: Denn endlich konnte auch das Geheimnis um ihr Geschlecht gelüftet werden. Katze oder Kater?

Video: Impfung der Tigerbabys im Zoo Magdeburg

(Bericht/Kamera: Karolin Aertel, Schnitt/Sprecher: Christian Kadlubietz)

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Gerechte Geschlechterverteilung - zwei Katzen, zwei Kater

Zwei Leute waren nötig, um jedes der flauschigen Kraftpakete zu bändigen. Doch so sehr sich die kleinen Raubtiere auch sträubten – am Ende half alles Strampeln nichts: Magdeburgs neuer Zoochef David Pruß setzte die Spritzen gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen – und warf dabei auch einen prüfenden Blick zwischen die Hinterbeine. Zwei Weibchen und zwei Männchen konnte Pruß final verkünden - ein schönes Gleichgewicht auch mit Blick auf das Europäische Erhaltungszuchtprogramm.

Lesen Sie auch: Nach Tod von Stormis Tigerbaby im Zoo Magdeburg: Infos zum Stand der Obduktion

So viel Aufregung macht hungrig: Drei der vier kleinen Sibirischen Tiger stärken sich bei Mama Stormi.
So viel Aufregung macht hungrig: Drei der vier kleinen Sibirischen Tiger stärken sich bei Mama Stormi.
Foto: Zoo Magdeburg

Stormi nutzt Auszeit vom Tigernachwuchs zum Schlafen

Während der tierische Nachwuchs seinen Arzttermin absolvierte, verschlief Tigermama Stormi das Ganze seelenruhig. Vater Kratz hingegen bekam den Aufruhr im Nebengehege mit – und brüllte lautstark zurück. Tiger-Papa eben.

Das hatte aber weniger mit seiner Fürsorglichkeit zu tun, als vielmehr mit dem Medien-Rummel. Denn die Männchen haben nach der Zeugung kein Zutun bei der Aufzucht der Jungtiere, erklärt David Pruß, der nicht nur Zoochef, sondern auch Tierarzt ist.

Zwei Pfleger halten das Tigerkind fest, während der neue Zoochef David Pruß die Spritze gibt.
Zwei Pfleger halten das Tigerkind fest, während der neue Zoochef David Pruß die Spritze gibt.
Foto: Zoo Magdeburg

Tor zum Außengehege wird für Tigerkinder geöffnet

Für die Vier heißt es nun erst einmal: Schonzeit im Innengehege. Zwei, drei Tage dürfen sie sich dort noch erholen, bevor am Ende der Woche das Tor zum Außengehege geöffnet wird.

Wann der erste mutige Pfötchenschritt ins Freie folgt? „Das entscheiden Mutter und Kinder ganz allein“, sagt Zoodirektor David Pruß. Die Chancen, dass Zoobesucher den kernigen Tiger-Nachwuchs bald sehen können, sind jedoch groß.

Kratz, der Vater der Vierlinge, entspannt im Schatten, nachdem der Rummel um die Impfung seines Nachwuchses auch bei ihm für Aufregung sorgte.
Kratz, der Vater der Vierlinge, entspannt im Schatten, nachdem der Rummel um die Impfung seines Nachwuchses auch bei ihm für Aufregung sorgte.
Foto: Karolin Aertel

Andere Zoos zeigen schon Interesse am Tigernachwuchs

Ewig werden die Mini-Tiger allerdings nicht in Magdeburg bleiben. Als Teil des europäischen Zuchtbuchs gibt es bereits erste Interessenten aus anderen Zoos, wie der neue Chef verrät. Noch aber dürfen sich Magdeburger Zoo-Besucher über vier kleine Faucher freuen – die ihren ersten Tierarztbesuch mit viel Temperament und noch mehr Herz gemeistert haben.