Blankenburg l So groß das Interesse am Einzelhandelskonzept, so überschaubar war die Resonanz zur Einwohnerversammlung zum Thema Teilortsumfahrung der Bundesstraße 27 um Hüttenrode. Arno Manthey von der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) aus Halberstadt hatte extra einen Vortrag ausgearbeitet, um den Anwesenden über den Planungsablauf und die nächsten Schritte zu zu informieren. Das Ernüchternde für die wenigen Interessierten: Seit der letzten Zusammenkunft zu diesem Thema in der Alten Schule in Hüttenrode vor fast genau einem Jahr - am 14. August 2017 - gibt es aus LSBB-Sicht nichts neues.

„Wir haben unsere Arbeit gemacht“, erklärte Manthey. Nun liege es an übergeordneten Behörden, die Unterlagen zu prüfen, zu bewerten und Grünes Licht zu geben - allerdings nicht zum Bau, sondern für die nächsten Planungsstufen samt Anhörungen der Öffentlichkeit. Seit dem Beschluss des Bundesverkehrwegeseplans im Jahr 2004 sind damit nun 14 Jahre ins Land gegangen, um eine 2,5 Kilometer lange Straße zu planen, die von der Bahnbrücke hinter Rübeland kurz vor Hüttenrode rechts weg über Ackerflächen bis nach Almsfeld geführt und den Ort vom Schwerlastverkehr entlasten soll.

Sorgen wegen Schwerlastverkehr in Stadt

Auf ein großes Problem wiesen die Mitglieder der Bürgerinitiatve „Ortsumfahrung B 27/B 81 Blankenburg-Cattenstedt-Hüttenrode“ hin, die sich weiterhin für einen Bau der seit langem geplanten, aber im jüngsten Bundesverkehrswegeplan herabgestuften Ortsumfahrung der B81 um Blankenburg stark machen. Sie bezweifeln, dass der künftig über Cattenstedt ankommende Schwerlastverkehr am Lühnertorkreisel rechts in Richtung B6 abbiegt und nicht durch die Mauerstraße durch die gesamte Stadt fährt.

Laut Arno Manthey sei aber der Radius des dortigen Kreisverkehrs ausreichend und für große Schwerlasttransporte ausgelegt. Das Abfließen des Verkehrs über die Westerhäuser Straße Richtung B6-Auffahrt „Blankenburg Ost“ sei damit gewährleistet und werde entsprechend ausgeschilder.