Wernigerode l Bis zu 8000 Euro müssen die Insel-Anrainer in Wernigerode für den Ausbau ihrer Straße bezahlen. Das schätzte Thomas Mendritzki auf der Einwohnerversammlung zum umstrittenen Bauprojekt. Die Kosten für die Anwohner richten sich nach der Größe und Nutzung ihrer Grundstücke sowie der Geschosszahl ihrer Häuser, erläuterte der Chef des Bauverwaltungsamtes. Er rechne mit 4500 bis 6000 Euro für die meisten Anrainer.

Die müssen 40 Prozent der Kosten für die neue Fahrbahn und 60 Prozent des Geldes für Straßenlampen aufbringen. „Die gute Nachricht: Die anfangs geschätzte Summe von 150.000 Euro Baukosten für den ersten Abschnitt werden wir bei weitem nicht erreichen“, versuchte Wernigerodes Bauamtsleiter Jörg Völkel die 50 aufgebrachten Insulaner zu beschwichtigen. Das sächsische Ingenieurbüro BKS hat in seiner Planung einen Betrag von maximal 75.000 Euro dafür errechnet.

Der Plan des Teams um Geschäftsführer Frank Nobis: Stück für Stück zum Ziel auf dem 230 Meter langen Straßenabschnitt, der erneuert werden soll. Zunächst sollen die alte Ufermauer ab- und der Straßenbelag aufgerissen werden. An ihrer Stelle sollen schrittweise 7,50 Meter breite Betonsegmente eingesetzt werden.

Hochwasser im Harz

Wernigerode (ru) l Land unter in Wernigerode und Umgebung. Der Dauerregen hat die Harzbäche Holtemme und Ilse in reißende Flüsse verwandelt. Sie sind über die Ufer getreten.

  • Die Holtemme führt Hochwasser, hier an der Hochschule Harz in Wernigerode. Foto: Regina Urbat

    Die Holtemme führt Hochwasser, hier an der Hochschule Harz in Wernigerode. Foto: Regina Urbat

  • Die Steinerne Renne ist über die Ufer gelaufen, Land unter auf der Bielsteinchaussee bei Wernigerode. Foto: Regina Urbat

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  • Land unter auf der Bielsteinchaussee, an Anwohner zieht eine Furche. Foto: Regina Urbat

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  • Die Steinerne Renne ist randvoll, die Bahnbrücke der HSB an der Bielsteinchaussee droht überspült zu werden. Foto: Regina Urbat

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  • Der Durchlass im Triangel an der Zufahrt zum Hasseröder Burghotel schafft die Wassermassen nicht, der Sturzbach läuft über. Foto: Regina Urbat

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  • Frauen und Männer der Langelner Feuerwehr ziehen in Veckenstedt die Reste eine zerstörten Behelfsbrücke aus den Fluten. Foto: Michael Lumme

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  • Land unter im Camp auf dem Reiterhof an der Grovesmühle in Veckenstedt. Die Kinder wurden in Sicherheit gebracht. Foto: Jörg Niemann

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  • Hochwasser in der Kruskastraße in Wernigerode. Anwohner helfen beim Stapeln der Sandsäcke. Foto: Uta Müller

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  • Hochwasser Kruskastraße in Wernigerode. Mitarbeiter des Bauhofs Wernigerode und Anwohner informieren sich über die Lage. Foto: Uta Müller

    Hochwasser Kruskastraße in Wernigerode. Mitarbeiter des Bauhofs Wernigerode und Anwohner inf...

  • Hochwasser Kruskastraße in Wernigerode. Das Wasser der Holtemme sprudelt unter der Brücke hervor. Foto: Uta Müller

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  • Die Holtemme kurz vor dem Übertreten des Ufers im Stadtfelde in Wernigerode. Foto: Ivonne Sielaff

    Die Holtemme kurz vor dem Übertreten des Ufers im Stadtfelde in Wernigerode. Foto: Ivonne Si...

  • Unterhaltungsverband Holtemme an der Schwachstelle im Einsatz: Sturzbach in Oberhasserode. Foto: Ulrich Eichler

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  • Die Holtemmebücke in Derenburg. Foto: Jens Müller

    Die Holtemmebücke in Derenburg. Foto: Jens Müller

  • Die Holtemmebücke in Derenburg. Foto: Jens Müller

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  • Hochwasser der Holtemme in Derenburg. Foto: Jens Müller

    Hochwasser der Holtemme in Derenburg. Foto: Jens Müller

  • Hochwasser der Holtemme in Derenburg. Foto: Jens Müller

    Hochwasser der Holtemme in Derenburg. Foto: Jens Müller

  • Hochwasser der Holtemme in Derenburg. Foto: Jens Müller

    Hochwasser der Holtemme in Derenburg. Foto: Jens Müller

  • Hochwasser der Holtemme in Derenburg. Foto: Jens Müller

    Hochwasser der Holtemme in Derenburg. Foto: Jens Müller

  • Die Gunst der Berglage und des relativ verhaltenen Dauerregens sorgt eim Bereich Oberhrz für mehr Zulauf, Unbilden für Urlauber, aber bis 13 Uhr zu keinerlei  Problemen. Foto: Burkhard Falkner

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  • Die Gunst der Berglage und des relativ verhaltenen Dauerregens sorgt eim Bereich Oberhrz für mehr Zulauf, Unbilden für Urlauber, aber bis 13 Uhr zu keinerlei  Problemen. Foto: Burkhard Falkner

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  • Die Bundeswehr fliegt am Donnerstag in Silstedt Bigbags an den aufgeweichten Holtemme-Deich. Foto: Matthias Bein

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  • Hubschraubereinsatz der Bundeswehr in Silstedt. Foto: Matthias Bein

    Hubschraubereinsatz der Bundeswehr in Silstedt. Foto: Matthias Bein

  • Hubschraubereinsatz der Bundeswehr in Silstedt. Foto: Matthias Bein

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  • Anwohner stehen  in der historischen Altstadt von Wernigerode vor einer Sandsackmauer. Foto: Matthias Bein

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  • Schaulustige  in der Altstadt von Wernigerode und warten vor einem aufgeschütteten Erdwall auf das Hochwasser. Foto: Matthias Bein

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  • Die Situation am Zillierbach in Wernigerode, hier an der Promade, ist immer noch angespannt. Foto: Regina Urbat

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  • Wassermassen haben in der Holtemme die Stützmauer unterspült, auf der Straße Insel klafft ein riesiges Loch. Foto: Regina Urbat

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  • Wassermassen haben in der Holtemme in Wernigerode  ein Wehr weggerissen. Foto: Regina Urbat

    Wassermassen haben in der Holtemme in Wernigerode ein Wehr weggerissen. Foto: Regina Urbat

  • Wassermassen haben in der Holtemme in Wernigerode  ein Wehr weggerissen. Foto: Regina Urbat

    Wassermassen haben in der Holtemme in Wernigerode ein Wehr weggerissen. Foto: Regina Urbat

  • Aufräumen nach der Flut in Wernigerode: Foto: Uta Müller

    Aufräumen nach der Flut in Wernigerode: Foto: Uta Müller

  • Aufräumen nach der Flut in Wernigerode: Foto: Uta Müller

    Aufräumen nach der Flut in Wernigerode: Foto: Uta Müller

  • Kristenbesprechung in Silstedt, mit dabei Kameraden aus Bitterfeld. Foto: Tim Bruns

    Kristenbesprechung in Silstedt, mit dabei Kameraden aus Bitterfeld. Foto: Tim Bruns

  • Kameraden der Blankenburger Feuerwehr beim zweiten Einsatz im Haus Am Stadtpark. Foto: Jens Müller

    Kameraden der Blankenburger Feuerwehr beim zweiten Einsatz im Haus Am Stadtpark. Foto: Jens M...

  • Aufräumen in Derenburg. Foto: Jens Müller

    Aufräumen in Derenburg. Foto: Jens Müller

  • Schneller zum Einsatzort gings in der Radladerschaufel. Foto: Jens Müller

    Schneller zum Einsatzort gings in der Radladerschaufel. Foto: Jens Müller

  • Foto: Jens Müller

    Foto: Jens Müller

  • Mit einem Wall aus Sandsäcken wurde der Forellenteich durch die Marienhöfer Straße in die Ilse abgeleitet. Foto: Denis Loeffke

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  • Nach dem Hochwasser in Wernigerode:  An der Holtemme im Bereich Insel in Hasserode. Foto: Regina Urbat

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  • Hochwasser in Darlingerode. Foto: Tim Bruns

    Hochwasser in Darlingerode. Foto: Tim Bruns

  • Hochwasser in Darlingerode. Foto: Tim Bruns

    Hochwasser in Darlingerode. Foto: Tim Bruns

  • Sandsäcke bestimmen im Harz das Straßenbild. Foto: Matthias Bein

    Sandsäcke bestimmen im Harz das Straßenbild. Foto: Matthias Bein

Ein sogenannter Verbau soll die Anwohner während der Bauarbeiten vor einer neuerlichen Flut schützen. Dazu werden Stahlrohre in den Boden gebohrt, die mit Bohlen verbunden werden. „Dabei werden wir unweigerlich den alten Abwasserkanal zerstören“, sagte der BKS-Chef. Deshalb sei es unabdingbar, neue Wasser-, Abwasser- und Gasleitungen zu verlegen.

Neue Regenwasserkanäle für alle

Die größten Sorgen bereiten den Anwohnern aber die Regenwasserleitungen. Statt wie bisher für jedes Grundstück einzeln sollen die Anschlüsse mehrerer Häuser nun gebündelt und über wenige große Kanäle in den Fluss geleitet werden.

Dazu müssen sich nun alle Anwohner vom Wasser- und Abwasserverband Holtemme-Bode (WAHB) erfassen lassen, erläuterte Annette Kimmerle. „Den beim Hochwasser zerstörten Schmutzwasserkanal bezahlen wir. Sie zahlen für ihren Anschluss“, sagte die Fachbereichsleiterin Technische Konzeption vom WAHB.

Das brachte einige Betroffene auf die Palme: „Die Anwohner auf der anderen Holtemme-Seite behalten alle ihre separate Regenwasser-Einleitung, wir lassen uns nicht auseinander dividieren“, wetterte ein Insel-Bewohner. „Alle oder keiner“, lautete seine Forderung.

Mauer sackte beim Hochwasser 2017 ab

Die Insel sei kein Einzelfall, hielt Jörg Völkel vom Bauamt dagegen. „Der Frankenfeldstraße blüht mit der Erneuerung des Sturzbaches das Gleiche.“ Ebenso sei am Eisenberg die Straße bei Kanalarbeiten grundhaft erneuert worden.

Die Ufermauer der Holtemme an der Insel war während des Juli-Hochwassers abgesackt. In der Straße klaffte ein Loch, ein Schmutzwasserkanal war gebrochen. Anschließend war die Fahrbahn repariert worden, am 12. März sollen die ersten Baufahrzeuge anrücken, informierte Johannes Frankenfeld von der ausführenden Firma Umwelttechnik und Wasserbau.

Ab der Hausnummer 8 sollen bis zum Ende Oktober die ersten 50 Meter erneuert werden, in zwei weiteren Etappen die restlichen 180 Meter bis zum Wehr an der Hochschule Harz. Für die drei Bauabschnitte flattern den Anwohnern drei Beitragsbescheide ins Haus, sagte Bauamtschef Völkel.