Stapelburg l „Im ersten Moment dachte ich, ich sei in einem schlechten Film“, sagte Stapelburgs Ortsbürgermeister Detlef Winterfeld (SPD), als er am Donnerstag, 6. August, von den Schließungsplänen des NP-Marktes in der Stapelburger Wasserstraße erfuhr. Vor allem die älteren Bürger des Ortes dürften mit dem Ende des Geschäfts vor großen Problemen stehen, denn schließt der Markt, gibt es im Ort keinen Lebensmittelladen mehr.

Was am Donnerstag noch mangels offizieller Bestätigung als Gerücht galt, stellte sich am Freitag als Tatsache heraus. „Unser Mietvertrag läuft zum 31. August 2020 aus und wir haben uns aus wirtschaftlichen Gründen entscheiden müssen, diesen nicht zu verlängern. Die schon sehr lange anhaltende schwierige wirtschaftliche Situation konnten wir nicht länger kompensieren“, wurde auf Volksstimme-Anfrage von Alexandra Antonatus aus der Pressestelle von Edeka Minden-Hannover gestern mitgeteilt. Edeka habe sich entschieden, in der Hochphase der Corona-Pandemie die Nahversorgung der Bürger in Stapelburg mit Lebensmitteln weiter zu ermöglichen.

„Dies ist uns jetzt leider nicht mehr möglich. Allen zehn Mitarbeitern haben wir das Angebot unterbreitet, in anderen Märkten des genossenschaftlichen Verbundes eine Stelle zu finden“, so die Pressesprecherin weiter.