Wernigerode l Böse Überraschung für Gerti Basse: Als die Wernigeröderin den Wasserhahn aufdreht, kommt kein Tropfen hinaus. Wie ihr geht es am Dienstagmorgen mehreren Bewohnern des Hundertmorgenfelds.

Der Grund: Die Stadtwerke haben Am Kupferhammer/ Ecke Schmatzfelder Straße ihr Trinkwassernetz repariert. Wegen einer Störung musste das Schieberkreuz an dem Kreisverkehr komplett ausgetauscht werden, informiert der Energiesversorger auf Volksstimme-Anfrage. Dazu sei am Dienstag in der Schmatzfelder Straße und dem Hundertmorgenfeld die Versorgung mit Trinkwasser eingestellt worden.

Info-Zettel sei nicht angekommen

Info-Zettel zur Abstellung seien am Freitag, 13. April, unter den Anwohnern verteilt worden. „Aber wir und die Nummer 16a haben keinen Zettel bekommen“, sagt die Rentnerin Gerti Basse. „Nach Rückfrage bei den Kollegen sind auch im Hundertmorgenfeld im Bereich der Hausnummern 16, 16a, 18, 18a und 20 am vergangenen Freitag entsprechende Zettel in den Briefkästen verteilt worden. Den Grund einer fehlenden Information können wir uns aktuell nicht erklären“, so René Francke, Leiter Trinkwassernetz bei den Stadtwerken.

Nachbarin Monika Kuztos, Mutter eines vier Monate alten Kindes, traf es noch härter. „Wir brauchen Wasser zum Waschen und Füttern für das Baby“, sagt die 29-Jährige. Auch sie habe keinerlei Vorinformation gehabt. „Dann hätten wir Wasser in der Badewanne gesammelt“. Zusammen mit Gerti Basse hätten sie dann die Stadtwerke angerufen. Sie sollten selbst Wasser kaufen, sei die Antwort gewesen.

Stadtwerke wollen Problem auf Grund gehen

Die Stadtwerke wollen dem Problem weiter auf den Grund gehen, antwortet Francke auf die Kritik. „Den betroffenen Anwohnern wurde in bestimmten Fällen auf Anfrage angeboten, sie kurzfristig mit Kanistern zu versorgen, um beispielsweise die Toilettenspülung zu ermöglichen“, sagt der Trinkwasser-Verantwortliche bei den Stadtwerken Wernigerode.