Veckenstedt l Über die jüngste Schrottsammelaktion in einigen Teilen der Gemeinde Nordharz ist Bürgermeister Gerald Fröhlich (parteilos) verärgert. Ein Unternehmen hatte über Werbeflyer auf die nicht genehmigte Sammelaktion am 19. April aufmerksam gemacht. „Auf diesen Flyern waren weder ein Firmenname noch eine Kontakt-Rufnummer oder Adresse angegeben. Dafür strotzte der Flyer so vor Rechtschreibfehlern“, sagte Fröhlich, der überlegt, ob er im Nachgang die Polizei einschaltet.

Obwohl der Flyer – er liegt der Volksstimme vor – schon beim ersten Blick vermuten lässt, dass die Sammelaktion illegal ist, ließen sich einige Bürger nicht davon abschrecken, entsprechende Gegenstände an den Straßenrand zu stellen. Und da ein Teil des herausgestellten Schrotts von den illegalen Sammlern vor knapp zwei Wochen nicht mitgenommen wurde, zieren sie noch heute die Ortsbilder von Langeln und Heudeber. Auf die Idee, ihren nicht entsorgten Schrott wieder ins Haus zu holen, sind die Bürger übrigens auch noch nicht gekommen. Deshalb habe nun die Gemeinde wieder einmal den „Schwarzen Peter“ in der Hand und darf sich darum kümmern, dass der Unrat verschwindet, so Fröhlich.

„Seriöse Sammler stimmen sich zum einen mit der Verwaltung ab und verteilen Flyer, auf denen auch ein Kontakt vermerkt ist“, sagt Bürgermeister Fröhlich. Wer sich unsicher sei, der könne sich bei Bedarf auch in der Verwaltung informieren, so der Verwaltungschef. Und dann gebe es ja auch noch die Wertstoffhöfe in Wernigerode und Ilsenburg.

Bilder