Wernigerode l Der Sturm der vergangenen Tage hat in den Wernigeröder Wäldern gewütet. Beschädigt wurde dabei auch der Naturkundlich-Geologische Lehrpfad im Thumkuhlental.

„Es sieht dort fürchterlich aus“, sagt Gerhard Rösicke vom Wernigeröder Geschichts- und Heimatverein. „Überall liegen entwurzelte und abgeknickte Bäume.“ Deshalb sei der direkte Weg am Braunen Wasser derzeit nicht begehbar.

Die obere Bachquerung wurde ebenfalls erheblich beschädigt. „Die Sicherheit ist von der statischen Seite her nicht mehr gewährleistet.“ Ob die Brücke repariert werden kann oder abgerissen werden muss, können die Vereinsmitglieder noch nicht abschätzen.

Zertrümmert wurde außerdem die Informationstafel zum Thema „Leben im Wasser“. „Ein Baum ist darauf gekracht“, sagt Gerhard Rösicke. Die zerstörte Tafel sei am Freitag geborgen worden, müsse aber komplett erneuert werden.

Die Vereinsmitglieder hoffen nun auf Unterstützung von Sponsoren und der Stadt, um den Lehrpfad wieder für Interessierte herzurichten. Auch Philipp Fürst zu Stolberg-Wernigerode, dem das Waldstück gehört, wurde vom Verein informiert und gebeten, die umgestürzten Bäume auf dem Weg entfernen zu lassen. „Die fürstliche Forstverwaltung hat zwischenzeitlich mit den Aufräumarbeiten im Wald begonnen.“ Jedoch gestalte sich der Einsatz in dem Gelände schwierig. Ein Seilkran wird benötigt. Die Arbeiten sollen bis April/Mai abgeschlossen sein, so Rösicke.

Der Naturkundlich-Geologische Lehrpfad ist ein sieben Kilometer langer Rundweg. Er zeigt unter anderem den Altbergbau, die Geologie des Harzes und das Wasser als Lebensraum. Ideengeber für den Lehrpfad war der Wernigeröder Geschichts- und Heimatverein, der sich der Pflege des Weges verschrieben hat.