Wernigerode l Fund am zweiten Weihnachtsfeiertag: Bei ihrem täglichen Spaziergang entlang an der städtischen Grünschnitthalde am Lustgarten hat eine Volksstimme-Leserin 20 bis 30 entsorgte Weihnachtsbäume entdeckt – für die Wernigeröderin ein „Anblick der Traurigkeit“. „Die Frage nach dem ‚Warum muss so etwas sein?‘ wird mir keiner beantworten", schreibt die Frau in ihrer E-Mai an die Volksstimme. „Egal wo die Bäume herstammen, Weihnachtmarkt oder Baumverkäufer, es wäre sicher möglich gewesen, sie für kleines Geld zu veräußern“, so die Wernigeröderin.

Aufklärung bringen kann Wernigerödes Bauhofchef Torsten Friedrich. Die Nadelbäume und das Tannengrün wurden nicht illegal entsorgt, sondern nach Abschluss des Weihnachtsmarktes von Mitarbeitern des Bauhofs auf die städtische Halde transportiert.

Deko für Lichtmaten und Stromkästen

Ob sich für dafür tatsächlich noch Käufer gefunden hätten, bleibt zu bezweifeln, denn Zweige und Bäumchen dienten seit Ende November als Dekoration auf dem Weihnachtsmarkt. „Wir haben damit Stromkästen und Lichtmasten dekoriert“, sagt Torsten Friedrich auf Volksstimme-Nachfrage.

Übrigens: Die Harzer können ihre ausgedienten Weihnachtsbäume auf ganz einfache und kostenlose Art und Weise abholen lassen. Wie in jedem Jahr fährt die Entsorgungswirtschaft des Landkreises Harz im Januar alle Orte an, um die Christbäume einzusammeln. Die enwi-Straßensammlung in Wernigerode ist für Mittwoch, 9. Januar, geplant.