Wernigerode l Erst einmal eine Runde Karussell fahren. Oder doch zuerst zum Bratwurststand? Nach dem Herzhaften darf etwas Süßes natürlich nicht fehlen. Und zum Schluss heißt es: aufwärmen bei einer Tasse Punsch oder Glühwein. Dass Versuchungen nachgegeben werden sollte, hat schon Oscar Wilde gewusst. Allerdings kann der Überblick über die opulenten Angebote an Leckereien und Vergnügungen auf dem Wernigeröder Weihnachtsmarkt schon mal verloren gehen, was der Besuch mit allem Drum und Dran gekostet hat. Grund genug für die Volksstimme zu testen, ob es auch für den kleinen Geldbeutel das volle Weihnachtsmarktprogramm gibt.

In Wernigerode geht es mit zehn Euro in der Tasche auf ins vorweihnachtliche Getümmel. Zwar gibt es die meisten Angebote schon für kleine Euro-Beträge. Aber die größte Schwierigkeit bleibt, sich zwischen den ganzen Verlockungen entscheiden zu müssen. Also werden Prioritäten gesetzt. Jetzt gilt es, sich ganz nach persönlichem Geschmack das perfekte Weihnachtsmarkt-Menü zusammenzustellen. Als Inspiration folgen drei Beispiele, die alle Familienmitglieder beim Besuch auf dem Wernigeröder Marktplatz glücklich machen sollten.

Der erste Vorschlag richtet sich an alle, die es eher deftig und traditionell mögen. Die klassische Bratwurst, die zwei Euro kostet, stillt den ersten Hunger. Da sind dann auch eine Tasse heißer Met und 100 Gramm gebrannte Mandeln oder Nüsse für jeweils vier Euro noch im Budget.

Karussellfahrt und Essen für Kinder

Für alle, die in der Adventszeit nicht über die Stränge schlagen wollen, bietet sich der zweite Menüvorschlag an. Gefülltes Ofenbrot mit Käse und Champignons oder Speck gibt es zu einem Preis von fünf Euro. Mit Schokolade überzogene Weintrauben und ein Kinderpunsch, die jeweils 2,50 Euro kosten, runden das leichtere Weihnachtsmarkt-Menü ab. Auch die kleinen Gäste kommen mit zehn Euro auf ihre Kosten. Wenn sie sich für drei Euro mit einer Schale Pommes gestärkt haben, geht es auf das Kinderkarussell. Wie bei allen Fahrgeschäften auf dem Weihnachtsmarkt in Wernigerode kosten drei Chips fünf Euro. Da bleiben sogar noch zwei Euro, um zusätzlich noch einmal mit der Eisenbahn zu fahren.

Becherpfand einplanen

Wofür sich die Besucher auch entscheiden: Mit etwas Überlegung macht die Preisgestaltung in Wernigerode einen genussvollen Weihnachtsmarktbesuch möglich. Während am Ende des Tages die Kinderaugen glänzen und der Bauch voll ist, muss das Portemonnaie nicht unbedingt leer sein.

Wenn der Magen knurrt, laden herzhafte Speisen zu durchschnittlichen Preisen von drei bis vier Euro zum Schlemmen ein. Das Süßwarenangebot liegt preislich etwas darunter. Heiße Getränke gibt es alkoholfrei ab 2,50 Euro und für ein bis zwei Euro mehr auch mit "Umdrehungen". Geld für Becherpfand sollte aber mit einkalkuliert werden. Sonst stößt das Weihnachtsmarktbudget von zehn Euro schnell an seine Grenzen. Die Adventsstimmung in der Fachwerkkulisse der Wernigeröder Altstadt gibt es zum Glück umsonst.