Corona-Krise

Wernigerodes Kitas öffnen mit Fragezeichen

Zur Rückkehr in den Regelbetrieb der Kitas müssen Wernigeröder Eltern mit vielen Einschränkungen rechnen. Nach Pfingsten geht es los.

Wernigerode l Nach Pfingsten dürfen wieder alle Kinder ihre Kitas, Krippen und Horte in Wernigerode besuchen. Damit steigt die Zahl der Mädchen und Jungen in den Einrichtungen wieder auf 1700. Zum Vergleich: In der Woche vom 25. bis 29. Mai waren 400 Kinder in Notbetreuung, berichtet Rathaus-Sprecherin Winnie Zagrodnik auf Volksstimme-Anfrage.

Dabei bleibe Gesundheitsschutz oberstes Gebot, teilt die Stadtverwaltung mit. „Die Hygiene- und Abstandskonzepte werden seit dem 16. März umgesetzt und sind den Familien aus dem öffentlichen Leben vertraut. Längere Wartezeiten während der Bringe- und Abholzeiten müssen eingeplant werden“, informiert Zagrodnik weiter.

Wenn Eltern oder andere Besucher die Einrichtungen betreten, müssten sie sich an die Vorkehrungen halten. Sonst „ist ihnen der Zutritt zu Gebäuden und zu Freiflächen, auf denen Kinder sich zum Spielen aufhalten, nicht gestattet“, betont Carola Kirsche, Sachgebietsleiterin der städtischen Kindertageseinrichtungen. Horte lehnten sich an die Hygienevorschriften der Grundschulen an.

Laut Zagrodnik lasse sich in allen Wernigeröder Kitas gewährleisten, dass die Kinder möglichst viel Zeit im Freien verbringen können – wie Sachsen-Anhalts Landesregierung in ihren Auflagen für die Rückkehr zum eingeschränkten Regelbetrieb fordert. Mehr Kopfzerbrechen bereiten der Wernigeröder Stadtverwaltung dagegen Betreuungszeit und -umfang. Diese könnten „nur bedingt gewährleistet werden“, heißt es aus dem Rathaus.

„Das liegt am fehlenden Personal bei der anstehenden Urlaubszeit und gleichzeitiger Aufweichung der Sommerschließzeit“, erläutert Winnie Zagrodnik. Hinzu käme der Ausfall von gefährdeten Erzieherinnen, die älter als 60 Jahre sind, und steigende Kinderzahle.

Ein Lösungsansatz, den die Stadt den Wernigerödern vorschlägt: „Die Betreuungsrandzeiten werden mehr gesteuert werden müssen als üblich.“ So sollten Eltern im besten Fall die konkreten Betreuungszeiten mit dem Kita-Personal absprechen.