Gutenswegen l Rolf Böge und Günter Schäfer haben in den vergangenen drei Wochen ihre Morgen in der Gutensweger Kirche „Sankt Katharina“ verbracht. Die beiden sind Mitglied des Heimatvereins und zwei von vielen Helfern aus dem Dorf, die in den vergangenen anderthalb Jahren unter der Regie des Fördervereins der Kirche dabei geholfen haben, die Wände des Altarraumes neu zu verputzen.

„Wir sind bei den letzten Feinarbeiten. Die dritte Schicht muss per Hand aufgetragen werden, weil die Denkmalschutzbehörde nur eine Putzstärke von drei Millimetern erlaubt“, erläutert Günter Schäfer. Als gelernter Fliesen-, Platten- und Mosaikleger kennt sich der 72-Jährige mit der Materie aus. Rolf Böge war als Baumaschinist ebenfalls im Handwerk tätig.

Bis zur oberen Kante der großen Kirchenfenster bedecken bereits drei Putzschichten die Wände, über und in den Bögen fehlt die finale Mörtel-Packung noch. Im nächsten Jahr sollen die Putzarbeiten endgültig abgeschlossen werden. Sie sollen beginnen, sobald der Frost überstanden ist.

Bilder

Nicht nur die handwerkliche Leistung, sondern auch das Material wurde gesponsert: Der Kirchen-Förderverein um dessen Vorsitzenden Peter Vorwerk hat Spenden gesammelt. Ein Teil davon ist über mehrere Jahre bei Konzerten in der Kirche zusammengekommen. Auch die Kirchengemeinde hat Geld gespendet. Insgesamt wurden mehr als 5000 Euro im wahrsten Sinne verputzt. Auch die Rüstung, ohne die die Helfer nicht bis zur oberen Kante der Kirchenwände gelangt wären, wurde von Unterstützern kostenlos zur Verfügung gestellt.

„Wir sind froh, dass wir Leute gefunden haben, die das machen“, sagt Lothar Chelvier mit Blick auf die vielen Helfer. In seiner Funktion als Vorstandsmitglied des Kirchen-Fördervereins schaute der Ortsbürgermeister am Mittwoch im Gotteshaus vorbei, wo Rolf Böge und Günter Schäfer mit dem Feinschliff beschäftigt waren. Im Anschluss soll nun von Mitgliedern des Fördervereins Ordnung geschaffen werden, damit der Altarraum zu Weihnachten für Besucher geöffnet werden kann. An Heiligabend soll eine Christvesper in der Kirche stattfinden.

Im vergangenen Monat war auch das Dach der Gutensweger Kirche geflickt worden (Volksstimme berichtete). Ein Sturm hatte im Frühjahr an mehreren Stellen die Ziegel herunter gefegt und Löcher in die Haube des Kirchenschiffes gerissen. Das Dach ist nun wieder dicht. Eine Decke oder warme Kleidung sollten sich die Besucher des Krippenspiels an Heiligabend vielleicht trotzdem mitbringen, denn die Kirche ist nicht beheizt. Die Christvesper am 24. Dezember beginnt um 16 Uhr.