Wolmirstedt l Ein bisschen aufgeregt begrüßte Christine Bauer aus dem Vorstand des Integrationsbündnisses am späten Montagnachmittag die Gäste im Bürgerhaus auf der Schlossdomäne. Zur Eröffnung der Büroräume des Vereins hatten sich zahlreiche Mitglieder, Unterstützer sowie alteingesessene und neue Wolmirstedter eingefunden. Zusätzlich kamen Vertreter von Stadtrat, Institutionen und Vereinen zur Eröffnung. „Unser Büro hier soll ein Ort sein, an dem wir Fragen beantworten können, an dem wir Zusammenhänge und Erklärungen bieten können, an dem sich kleine und große Menschen wohlfühlen können“, sagte sie zur Begrüßung.

Wolmirstedter könnten beim Bündnis Hilfe bekommen und bieten rund um das Thema Integration. Der feste Anlaufpunkt könne ein Koordinationspunkt für die Integrationsarbeit in Wolmirstedt sein. „Wir wollen jetzt gern Netzwerke stricken, um die Unterstützung für die Familien und die Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft auszubauen“, sagt Christine Bauer.

Wolmirstedts Bürgermeister Martin Stichnoth wandte sich direkt an die Menschen, die neu in der Stadt sind. „Fühlen Sie sich hier wohl und willkommen“, sagte er. Er verwies auf die vielen Helfer, von denen einige offensichtlich, andere wiederum mehr im Verborgenen tätig seien. Die weitere Unterstützung der Stadt sicherte er zu: „Was wir tun können, um dem Integrationsbündnis zu helfen, das tun wir gern.“

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Der Syrer Rami Hamadir nutzte die Gelegenheit, um sich bei allen Helfern vom Integrationsbündnis rund um „Madame Christine“ zu bedanken. „Wir sind hier Ausländer, und oft ist es schwierig für uns, oft mit den Behörden. Wir sind sehr froh über jeden, der uns hilft, ganz egal wie klein oder groß die Hilfe ist“, sagte er. Jeder, der bei der Eröffnung der Büroräume dabei sei, habe ein sauberes Herz, das für die Geflüchteten schlägt.

Auch wenn ein großes Stück Arbeit für das Bündnis mit dem Einzug im Bürgerhaus nun erledigt ist, an Ideen und Vorhaben mangelt es den Mitgliedern natürlich nicht. „Als nächstes wollen wir unser Netzwerk hier vor Ort weiter ausbauen“, stellt Christine Bauer fest. So freuen sich die Mitglieder des Vereins über weitere Menschen aus Wolmirstedt und der Umgebung, die sich ohne feste Verpflichtung im Sprachcafé engagieren, um mit den Geflüchteten die deutsche Sprache zu üben. „Und wir sind natürlich auch über neue Mitglieder für unseren Verein sehr froh“, ergänzt Christine Bauer. Kenntnisse der englischen Sprache helfen dabei zur Verständigung, mit Hilfe aller gehe es aber auch ohne.

Gemeinsam könne man dann nicht nur Kontakte zwischen alteingesessenen und neuen Wolmirstedtern vermitteln, sondern auch die deutsche Gesellschaft erklären. Auch wer vielleicht nur vom Computer aus beim Netzwerken helfen könne, sei eine gute Ergänzung für das Team.

Das Familienzimmer des Bündnisses ist von Dienstag bis Donnerstag jeweils von 16 bis 18 Uhr geöffnet, am Donnerstag ab 18 Uhr findet wieder das Sprachcafé statt.