Samswegen l Die Konzertbesucher waren des Lobes voll. „Gospel bringt Stimmung“, fasste Ines Liebermann zusammen. Für die Stimmung der Sängerinnen und Sänger sowie des Publikums sorgte immer wieder Chorleiterin Konstanze Schlegel. Unermüdlich animierte sie zum Mitsingen und Mitklatschen. Fast alle ließen sich gern darauf ein.

Das Konzert diente einem guten Zweck. Die Balkenköpfe der Samsweger Kirche sind derart marode, dass sich Ortsbürgermeister Burkhard Wohlfarth um den Halt des Daches sorgt. Deshalb engagiert sich Kirchengemeinde sehr, um Geld für die nötige Reparatur zu sammeln. Das Konzert am Sonnabend brachte 300 Euro ein. Im Gegenzug wurden die Sängerinnen und Sänger von den Samswegern mit Kaffee und Kuchen verwöhnt.

Der Wolmirstedter Gospelchor überrascht immer wieder mit neuen Programmen. Zunehmend bereichern afrikanische Gospelklänge die Konzerte. Die wurden einst von den Menschen gesungen, die in die Bergwerke einfuhren. Ihnen war nicht garantiert, dass sie die Arbeitsorte lebend verließen. Mit derlei Erklärungen brachte Konstanze Schlegel dem Publikum die Texte der Lieder sehr nahe.

Der Wechsel von Soli zur Chormusik gehört ebenfalls mittlerweile zum Standard des Wolmirstedter Gospelchores. Laura Noetzel, Michaela Nestler, Dieter Torka, Peter Hugo und andere bereichern die schwungvollen, aber auch die wehmütigen Lieder mit Soloeinlagen. Am Klavier begleitet Raimund Heinke, der Platz am Cajon gehört Josef Noetzel. Inzwischen gehört auch Younouss Sagna aus Senegal als Djembe-Spieler zum Ensemble. „Wir haben ihn Heiligabend bei einem Konzert in der Wolmirstedter Gemeinschaftsunterkunft kennengelernt“, erzählt Konstanze Schlegel, „seitdem gehört er zum Chor.“

Den nächsten großen Auftritt feiert der Gospelchor am Sonntag, 25. September, in der Colbitzer Kirche. Mit diesem Konzert wird der Wochenend-Workshop beendet, zu dem neben Workshopleiter Helmut Jost wieder Gospler aus ganz Deutschland anreisen.