Wolmirstedt l An der alten Kegelhalle haben die Bauarbeiten begonnen. Zumindest für die fünf geplanten Generationenhäuser wird der Baugrund geschaffen. Dahinter, Richtung Bahnhof, sollen Baugrundstücke für Häuslebauer erschlossen werden. Vor dem Baubeginn muss jedoch der Stadtrat noch grünes Licht geben. Der tagt am 1. Dezember.

Für die Erschließung der Häusle-Grundstücke zwischen Bahnhofstraße, Parkstraße und Julius-Bremer-Straße müssen Garagen weichen. Das soll bis zum 28. Februar kommenden Jahres geschehen sein. Den Nutzern wurde bereits gekündigt. „Wir werden den Boden bis in 30 Zentimeter Tiefe abtragen“, erklärt Investor Klaus Hartkopf. Anschließend werden die Versorgungsleitungen für Gas, Wasser oder Strom gelegt. Den Plänen für die Bebauung dieses Areals hatte der Stadtrat bereits am 15. September grundsätzlich zugestimmt. Mit der Neuordnung dieses Gebietes soll eine „unbefriedigende städtebauliche Situation“ beseitigt werden.

Baugenehmigung ist bereits erteilt

Die Baugenehmigung für die fünf Generationenhäuser wurde aus dem Projekt herausgelöst und bereits erteilt. Das erste Haus soll am 30. September 2017 bezugsfertig sein, die anderen sollen jeweils im Monatsabstand folgen. Diese Häuser sind im Erdgeschoss ebenerdig und barrierefrei und eignen sich somit für die ältere Generation. Kinder und Kindeskinder können in die oberen Etagen einziehen. „Damit wollen wir Familien die Möglichkeit geben, mit mehreren Generationen unter einem Dach zu leben“, erklärt Hartkopf. Damit setzt auch die Stadt auf den Trend, dass wieder mehr Menschen aus den Dörfern in die Kerngebiete ziehen wollen, zumal dort die Versorgung mit Ärzten, Schulen und Ämtern besser gewährleistet ist.

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Die beiden Doppelhäuser Bahnhofstraße 23 a und b sowie 24 a und b bleiben bestehen und werden in das neue Wohngebiet integriert. Sie sind nach 1945 als Neubauernhäuser errichtet worden und genießen Bestandsschutz. Die bisher davor verlaufende Stichstraße bleibt als öffentliche Straße erhalten und gehört weiterhin zur Bahnhofstraße. „Am liebsten würde ich sie in Otto-Zeitke-Weg umbenennen lassen“, bekennt Klaus Hartkopf. Damit möchte er dem 92-jährigen Heimatdichter ein Denkmal setzen. Noch wurde dieser Vorschlag nicht weiter verfolgt.