Rogätz l Nach dem kühlen und regnerischen Sonnabend meinte es das Wetter am Sonntag mit den Veranstaltern gut. Leichte Bewölkung und relativ viel Sonnenschein boten beste Bedingungen für ein Bad in der 19 Grad warmen Elbe.

Das Angebot wurde reichlich genutzt, so dass schon etwa eine Stunde vor Schluss die Zahl von 162 Schwimmern aus dem Vorjahr erreicht wurde. Zur ersten Startergruppe, die mit der Fähre übersetzte und dann vom Ostufer aus die Elbe durchschwamm, gehörten Jacqueline und Klaus-Dieter Greinert-Behrens aus Magdeburg. „Es hat unheimlich viel Spaß gemacht und wir kommen im nächsten Jahr gern wieder“, so das Ehepaar übereinstimmend.

Erster Schwimmer, der das Rogätzer Ufer wieder erreichte, war Karl-Heinz Schulze (60) aus Loitsche. Der bärenstarke Kaliwerker war bereits zum neunten Mal beim Rogätzer Elbebadetag dabei.

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Wasserwachtler steigen selbst in die Fluten

Die Schwimmer hatten einen Obolus von drei Euro zu entrichten und bekamen dafür die Fährüberfahrt sowie eine geschmackvoll gestaltete Teilnehmerkunde.

Boote der Rogätzer Feuerwehr und der DRK-Wasserwacht Börde begleiteten die Schwimmer und sorgten dafür, dass alle wohlbehalten wieder das Ufer erreichten. „Wir hatten 17 Einsatzkräfte dabei“, informierten Jörg Siegert und Mandy Oelke von der Wasserwacht. „Übrigens steigen alle auch selbst in das Wasser und durchschwimmen den Strom. Damit können sie am besten einschätzen, wie es den Schwimmern ergeht“, begründete Mandy Oelke. Die Rogätzer Feuerwehr war mit zehn Kameraden und zwei Booten im Einsatz.

Neben dem Elbe-Schwimmen erwartete auf die Rogätzer und ihre Gäste an diesem Tag in gewohnter Weise wieder ein Familienfest. Für die musikalische Begleitung sorgte DJ Marcel. Auch für reichlich Essen und Trinken war gesorgt. Darum kümmerten sich Gastronom Detlef Beier und andere gewerbliche Anbieter.

Modell der einstigen Badeanstalt

Auch die Mitglieder der Rogätzer Wassersportgemeinschaft hielten in ihrem Bootshaus ein leckeres Angebot bereit. Das reichte von einem üppigen Kuchenbüfett über Erbsensuppe bis hin zu knackigen Pommes.

Die Rogätzer Heimat- und Kulturfreunde boten an ihrem Stand den neuesten Heimatkalender für 2018 an und hielten auch druckfrische Ansichtskarten des Elbedorfes bereit. Außerdem informierten sie über das bevorstehende Klutturmfest (2. September) und verkauften Eintrittskarten für die nächste Kabarettveranstaltung (8. September).

Für Aufsehen sorgte einmal mehr Heinz Timpe. Passend zum Elbebadetag hatte er in den vergangenen Monaten ein sehr detailgetreues Modell der einstigen Rogätzer Badeanstalt gebastelt, die bis Mitte der 60-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts am Ostufer der Elbe betrieben wurde.

Bürgermeister Wolfgang Großmann zeigte sich am Nachmittag mit der Resonanz zufrieden. „Ich glaube, wir haben wieder eine schöne Veranstaltung organisiert“, bedankte sich das Dorfoberhaupt bei allen engagierten Mitwirkenden. Gleichzeitig lud er schon für den Elbebadetag im kommenden Jahr ein, der wieder wie gewohnt am zweiten Sonntag im August stattfindet.