Wolmirstedt l „Wir möchten das Stadtbild aufhübschen und somit auch für mehr Lebensqualität Sorge tragen. Wir wollen mit diesem Projekt unsere Stadt weiterentwickeln“, erklärte Bürgermeister Martin Stichnoth beim Vor-Ort-Termin. Simone Heiß, Sachbearbeiterin Tiefbau, und Doris Bunk, Sachbearbeiterin Stadtplanung, hatten jede Menge Aktenordner dabei, in denen die Unterlagen für das Vorhaben aufbewahrt werden.

Als erste Maßnahme auf dem Bahnhofsareal soll die Personenunterführung fortgeführt werden. Zugang und Treppenzugang werden neu gebaut. Bauherr ist die Deutsche Bahn.

Bahnsteige bekommen neue Dächer

Maßnahme zwei sieht die Erneuerung von fünf Bahnsteigüberdachungen des Busbahnhofes vor. Dort sollen auch die Bordsteine abgesenkt werden. Für 50 Fahrräder werde eine sogenannte Bike & Ride-Anlage gebaut, zudem eine digitale Fahrgastinformationsanlage sowie zwei Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, richtete Martin Stichnoth den Blick schon einmal voraus. Die vorgesehene Fahrradstation ergibt durchaus Sinn, da viele Pendler zunächst mit dem Rad zum Bahnhof fahren und von dort zum Beispiel ihre Arbeitswege mit dem Zug fortsetzen. Die Fahrräder können künftig sicher und komfortabel abgestellt werden.

Als dritte Maßnahme stehen die Errichtung einer Park & Ride-Anlage und einer Park &  Bike-Anlage auf dem Plan. „Auf diese Weise werden Stellplätze für 30 Kraftfahrzeuge und 40 Fahrräder entstehen. Dort sollen dann auch zwei Bushaltepunkte entstehen. Schlussendlich soll das Quetchen ausgebaut werden“, informiert der Bürgermeister.

Fahrradstation geplant

Um die Zuwegung für Rollstuhlfahrer oder Familien mit Kinderwagen zu verbessern, soll der Bahnhof barrierefrei sein. Geplant ist der Start des Tunnelbaus, den die Bahn als Eigentümer des Geländes verantwortet, im kommenden Jahr. „Gemeinsam mit dem Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt haben wir als Stadt vor, den Tunnel bis in die Ladestraße, Richtung Glindenberger Straße zu verlängern und auch dort das Umfeld neu zu gestalten“, macht Martin Stichnoth deutlich.

Kosten liegen bei etwa 2,2 Millionen Euro

Der Stadtrat hatte sich auf seiner Sitzung im September vergangenen Jahres für das Projekt ausgesprochen. Im Dezember 2017 gab es dazu eine Sachstandinformation im Stadtrat. Etwa 2,2 Millionen Euro betrage die Grobkostenschätzung für das Projekt, hieß es aus dem Rathaus. Die Förderung könne durch das Land erfolgen, 80 Prozent kommen aus dem Schnittstellenprogramm. Aus dem Rathaus heißt es, der Eigenanteil könne beginnend ab dem Haushaltsjahr 2019 aus dem Wolmirstedter Haushalt bereitgestellt werden.