Wolmirstedt l Des Öfteren legen Bewohner des Bodelschwingh-Hauses Kränze auf dem Gelände der Einrichtung ab, um verstorbenen Angehörigen und Freunden zu gedenken. „Viele von ihnen können nicht ohne Unterstützung den Friedhof besuchen“, begründet dies Swen Pazina vom Vorstand des Bodelschwingh-Hauses. Seit längerem besteht deshalb der Wunsch, einen Gedenkplatz vor dem Sinnegarten zu errichten.

Aufgrund von Geldmangel konnte dieses Vorhaben bislang nicht verwirklicht werden. Das ändert sich nun. Einen gewichtigen Anteil daran hat der Chor der Neuapostolischen Kirche und die fleißigen Spender, die deren Adventskonzert besucht haben. 1300 Euro sind dabei zusammengekommen.

„Die Spendeneinnahmen unserer Konzerte sollen in der Region bleiben und hier gemeinnützigen Projekten zugute kommen“, sagt Chorleiter Jan Petereit. Die Wahl ist dieses Mal auf das Bodelschwingh-Haus gefallen, nachdem er Swen Pazina beim Bäcker getroffen und sich mit ihm über das Gedenkplatz-Projekt ausgetauscht habe. „In Wolmirstedt läuft man sich gelegentlich mal über den Weg. Das ist der Vorteil einer Kleinstadt“, ergänzt Bürgermeisterin Marlies Cassuhn (parteilos) schmunzelnd.

Mit dem Bau des Gedenkplatzes soll nun schnellstmöglich begonnen werden. In dessen Mitte soll ein Gedenkstein stehen, zu dem sternförmig Wege führen sollen. Auch eine Beleuchtung ist geplant. Die Kosten schätzt Swen Pazina auf 4000 bis 5000 Euro. Die Eröffnung ist für das Frühjahr anvisiert. Swen Pazina erinnert daran, dass der Sinnegarten und der künftige Gedenkplatz öffentlich und für alle zugänglich ist.