Irxleben/Magdeburg l Im neu gegründeten Digitalisierungsbeirat Sachsen-Anhalts ist auch die Hohe Börde vertreten. Bürgermeisterin Steffi Trittel ist als eine von 17 Experten in das Gremium berufen worden. Der Digitalisierungsbeirat soll die Landesregierung bei der Umsetzung des Internet-Breitband-Ausbaus beraten.

Bis Ende 2018 wollte das Land alle Haushalte mit Übertragungsraten von mindestens von 50 Megabit pro Sekunde ausstatten. Das Ziel wird verfehlt. In der Hohen Börde wird bereits am 26. März Vollzug gefeiert. Ministerpräsident Reiner Haseloff kommt persönlich vorbei. Bürgermeisterin Steffi Trittel wird demnächst öfter in Magdeburg Station machen, wenn der Digitalisierungsbeirat tagt und ihre Erfahrungen einbringen. Der Beirat soll die „Digitale Agenda“ Sachsen-Anhalts begleiten. Dabei geht es um die Umsetzung wichtiger strategischer Ziele.

Glasfaser bis 2030

Vorgesehen ist etwa der flächendeckende Glasfaserausbau bis zum Jahr 2030, der Aufbau von Netzwerken und Kompetenzzentren für Unternehmen, die arbeitnehmerfreundliche Gestaltung der digitalen Arbeitswelt, die digitale Transformation von Schulen und Hochschulen, der Aufbau intelligenter Verkehrssysteme und die Fortentwicklung der öffentlichen Verwaltung zum digitalen Dienstleister.

Um die Vorhaben der „Digitalen Agenda“ zu verwirklichen, sind im Land erhebliche Investitionen erforderlich. Das Land teilt dazu mit: Allein bis zum Ende der Legislaturperiode im Jahr 2021 wird das Land nach einer ersten Schätzung rund 600 Millionen Euro aufwenden müssen, etwa 300 Millionen Euro werden allein in den Breitbandausbau fließen. 460 Millionen Euro sind bereits durch den Landeshaushalt sowie durch Mittel des Bundes und der EU abgedeckt. Dementsprechend bleibt eine Lücke von 140 Millionen Euro, die noch geschlossen werden muss.