Rogätz l Das Jubiläum sollte drei, eigentlich vier Tage groß gefeiert werden. Denn traditionell wäre das Blütenfest in gewohnter Weise am 1. Mai mit dem Obstkistenrennen am Klutturm und dem anschließenden Tag der offenen Tür bei den Kanuten eingeläutet und am folgenden Wochenende – 8. bis 10. Mai – fortgesetzt worden. Dabei hing die Jubiläumsveranstaltung zunächst am seidenen Faden. Angesichts der Finanzlage stand in Frage, ob überhaupt ein Blütenfest ausgerichtet wird. Dank der verbesserten Finanzsituation konnte das Fest vor dem Aus bewahrt werden.

Um so bedauerlicher, dass diese Großveranstaltung nun abgesagt werden musste. „Die Absage fußt auf gesetzlichen Regelungen. Wir sind verpflichtet, dem zu folgen, was Bund und Land vorschreiben“, macht Wolfgang Großmann deutlich. Hoffnung auf eine Verlegung des Blütenfestes in den Herbst des Jahres schwingt beim Bürgermeister des Elbedorfes dennoch mit. „Vorausgesetzt, die gesetzlichen Regelungen spielen mit und wir können zur Normalität zurückkehren, möchten wir das Blütenfest in abgespeckter Version als kleines Herbstfest über die Bühne bringen. Es könnte dann am ersten Septemberwochenende an zwei Tagen stattfinden.“

Auf September verschoben

Einen möglichen Ablauf in komprimierten Zügen hat Wolfgang Großmann bereits im Kopf. Am Freitag, 4. September, könnte der Fackelumzug, den die Freiwillige Feuerwehr dann in gewohnter Weise absichern würde, stattfinden. An der Elbe könnte es Musik geben. Der Familientag würde am Sonnabend, 5. September, im Festzelt in der Nachtweide stattfinden. Der Höhepunkt des Festes wäre die Krönungszeremonie der Blütenkönigin und Justitia. Wer das sein wird, bleibe ein „Staatsgeheimnis“ und eine ganz besondere Freude für die Organisatoren des Traditionsfestes, sagt Wolfgang Großmann. Bis dahin sind Blütenkönigin Hannah I. und Justitia Virginie noch in Amt und Würden.

Das Ganze geschehe unter dem Vorbehalt, dass sich die jetzt einzuhaltenden Vorgaben bis dahin ändern. „Wir können aus bekannten Gründen im Moment keine öffentlichen Gemeinderatssitzungen durchführen. Wenn das wieder möglich ist, werden wir neben anderen Themen auch über ein Herbstfest beraten und dann eine Entscheidung treffen.“ Sollte es in diesem Jahr kein Fest geben, wird die Jubiläumsveranstaltung im Jahr 2021 stattfinden.

Fest steht indes, dass es in diesem Jahr definitiv keinen Elbebadetag am Fähranleger in Rogätz geben wird. Der war eigentlich für den 9. August vorgesehen und es wäre zugleich die 15. Auflage gewesen. „In diesem Fall können wir gleich für 2021 planen, da bis 31. August 2020 keine Großveranstaltungen stattfinden dürfen“, teilt Wolfgang Großmann – er ist Ideengeber dieser Veranstaltung – mit.