Angern l Frohe Kunde für die Angeraner: In den seit knapp einem Jahr leerstehenden Konsum zieht wieder Leben ein. Ein neuer Betreiber, der das Dorf mit Waren des täglichen Bedarfs versorgt, ist gefunden. Das Geschäft soll noch im ersten Quartal dieses Jahres seine Türen öffnen.

„Ich bin natürlich sehr zufrieden, dass wir unseren Beitrag geleistet haben, das in der Chausseestraße 1 befindliche Geschäft wieder anzukurbeln. Damit haben unsere Bürger wieder kurze Einkaufswege“, erklärt Egbert Fitsch (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Angern das Engagement.

Im Vorfeld hatten Gespräche mit mehreren Bewerbern stattgefunden, die Interesse am Geschäft in der Zillertaler Straße kundgetan haben. Einige seien wieder abgesprungen und schlussendlich habe Silke Schröter den Zuschlag bekommen, macht Egbert Fitsch deutlich. Das Betreiberkonzept, das Silke Schröter dem Gemeinderat während einer Sitzung vorgestellt hatte, überzeugte die Räte. Diese gaben nach der Präsentation für den „Dorfladen Schröter“ grünes Licht.

Gut gehende Geschäfte wünsche sie sich – und natürlich immer zufriedene Kunden. In fruchtbarer Gemeinschaft für alle Angeraner und gern auch Auswärtige. „Nehmen und Geben – so können alle Beteiligten profitieren“, ist sich Silke Schröter sicher. Sie sei seitens der Kundschaft für jeden der Sache dienenden Hinweis dankbar.

Das Sortiment werde Waren des täglichen Bedarfs umfassen, stellt Silke Schröter im Gespräch mit der Volksstimme in Aussicht. Ähnlich dem Angebot des ehemaligen Betreibers Optimal Kauf wolle die künftige Betreiberin ihre Regale füllen. Zum Start zunächst mit wirtschaftlich sinnvollen Mengen.
Derzeit treibt sie die Entwicklung der Verkaufsstelle in Angern zügig voran. Geht es nach ihren Vorstellungen, soll noch im ersten Quartal dieses Jahres die Neueröffnung gefeiert werden und die ersten Waren über die Theke des „Dorfladens Schröter“ gehen.

Das wünscht sich die neue Inhaberin

„Ich wünsche mir, dass die Zeit bis dahin reicht und alle für eine Eröffnung relevanten Formalitäten zielführend erledigt sind. Ich gebe mein Bestes, den Termin zu halten. Eventuell kann es noch zu einer geringfügigen Verschiebung des Termines um vielleicht eine Woche kommen“, sagt die engagierte Frau. Die 45-jährige Burgerin ist gelernte Einzelhandelskauffrau, kommt also vom Fach. Zu Beginn werde sie die Arbeit als „Einzelkämpferin“ wuppen. Mit steigendem Arbeitsaufkommen werde sie gewiss nach geeigneter Verstärkung Ausschau halten, erklärt die neue Inhaberin.

Sie sehe diese anspruchsvolle Aufgabe durchweg positiv. „Ich habe immer schon vom eigenen Geschäft geträumt. Jetzt kann ich diesen Traum von einer erstmals selbstständigen Tätigkeit endlich verwirklichen.“

Sie sei sehr angetan vom Zusammenhalt des Dorfes. „Mich hat die Entschlossenheit der Angeraner beeindruckt, dass sie damals auf die Straße gegangen sind, um gegen die Schließung des Konsums zu protestieren und ihn schlussendlich wiederzubekommen.“ Dieser Fakt habe sie bei der Entscheidungsfindung inspiriert, das Geschäft in der Chausseestraße in Gang zu bringen.

Konsum stand erst vor dem Aus

Noch vor einem Jahr hatte der Dorfkonsum vor dem Aus gestanden. Den Angeranern gefiel das gar nicht, und sie waren für den Erhalt „ihres“ Konsums auf die Straße gegangen (Volksstimme berichtete). Jetzt bekommt der Ort seinen „Dorfladen“ zurück.

Mit Wiedereröffnung der Verkaufseinrichtung kehrt eine wesentliche Säule der Grundversorgung der Gemeinde zurück. Eine bis heute gut organisierte Infrastruktur des Ortes Angern – bestehend aus Kindergarten, Grundschule, Bäcker, Fleischer, Apotheke, Gaststätte, Friseurgeschäften, Blumengeschäften, Zahnarzt und weiterer Gewerbetreibender – hat mit dem Geschäft auch weiterhin Bestand.