Loitsche-Heinrichsberg l „Gegen 16.23 Uhr sind die Kameraden alarmiert worden und umgehend zur Brandstelle am Deich zwischen Loitsche und Heinrichsberg ausgerückt“, erklärt Einsatzleiter Fabian Harsteln, der zugleich Leiter der Wehr in Loitsche ist. Dort stand ein etwa 6000 Quadratmeter großes Feld, das gerade abgeerntet werden sollte, in Flammen. Ein Mähdrescherfahrer hatte während seiner Arbeit bemerkt, dass es hinter ihm brennt. Er unterbrach die Erntearbeiten und rief unverzüglich die Feuerwehr herbei. Die rückte dann mit großem Aufgebot – 30 Einsatzkräfte und acht Fahrzeuge – an.

„Wir hatten 6000 Liter Löschwasser auf die Fahrzeuge verteilt. Für alle Fälle stellte eine in der Nähe bauende Firma einen mit 10.000 Litern gefüllten Wasserbehälter zusätzlich an der Einsatzstelle bereit“, berichtet Fabian Harsteln. Die extra Wassermenge sei aber nicht benötigt worden, merkt Fabian Harsteln an. Insgesamt 5000 Liter seien schlussendlich verbraucht worden. Unterstützung leistete die Agrargenossenschaft Heinrichsberg, die mit Traktoren und Scheibeneggen vor Ort waren. Nach etwas mehr als einer Stunde – gegen 17.34 Uhr – war der Einsatz beendet, Mannschaften und Fahrzeuge kehrten wohlbehalten an ihre Standorte zurück.

Erstmals kam eine mit einer Wärmebildkamera ausgerüstete Drohne zum Einsatz. Auf diese Weise lassen sich Glutnester aufspüren und es kann der aktuellen Situation entsprechend gehandelt werden.

Warnstufe 4: Wald- und Feldbränden vorbeugen

Seit 7. August gilt für den Landkreis Börde nördlich der Bundesautobahn 2 die Waldbrandgefahrenstufe 4. Das bedeute erhöhte Aufmerksamkeit, stellt der Loitscher Wehrleiter klar und nennt Beispiele.

„Ein achtlos weggeworfener Zigarettenstummel kann bei den derzeit herrschenden tropischen Temperaturen und kaum Niederschlägen für beträchtlichen Schaden sorgen. In Windeseile geraten Wiesen oder Wälder in Brand“, merkt er an.

Aber auch in die Natur geworfene Glaskörper können durchaus Brände auslösen, so Fabian Harsteln. „Kaum weniger gefährlich ist das Abstellen von Fahrzeugen auf trockenen Feld- oder Waldwegen, da beispielsweise heiße Motoren dafür verantwortlich sein können, dass sich die Vegetation daran entzündet“, mahnt er Vorsicht an.