Niederndodeleben l In den Kindertagesstätten von Niederndodeleben spielen und lernen die Kleinen in einer nach wie vor gesundheitsförderlichen Atmosphäre. Das hat eine von der Unfallkasse Sachsen-Anhalt geförderte erneute Zertifizierung durch die Landesvereinigung für Gesundheit ergeben.

Auf dem Weg zur Verleihung des Qualitätssiegels „Gesunde Kita“ haben eine Fremdbewertung und die Selbsteinschätzung bewiesen, dass die beiden AWO-Einrichtungen im Bördedorf weiterhin der immer nur für drei Jahre gültigen Auszeichnung als „Gesunde Kita“ würdig sind. Die Ehrung nahm Susanne Borchert, Referentin der Landesvereinigung für Gesundheit Sachsen-Anhalt, vor.

Zwei Kitas nötig

In Niederndodeleben wohnen zahlreiche junge Familien, so dass der AWO-Landesverband dort weiterhin zwei Kindereinrichtungen betreibt – das 2001 eröffnete „Börderübchen“ am Ortsrand mit Platz für 138 Mädchen und Jungen sowie das 2010 mit Hilfe der Gemeinde sanierte Haus der „Schrotewichtel“ im alten Ortskern, dort werden zusätzlich 44 Kinder von im Alter von zwei bis sechs Jahren betreut.

In beiden Häusern wird in altersgemischten Gruppen nach situationsorientiertem Ansatz gearbeitet. So können die Mädchen und Jungen selbst entscheiden, ob sie in ihrer Stammgruppe oder in anderen Räumen oder im Freien sein möchten.

Die Spielplätze der Einrichtungen wurden 2013 saniert, neue Spielgeräte aufgestellt und der Krippenspielplatz neu gestaltet. Damit haben die Kinder gute Bedingungen, im Freien aktiv tätig zu sein.

Wunsch ist eine Sauna

Die Rahmenbedingungen für eine gesunde Ernährung sind gut. Frühstück und Vesper wird den Kindergarten-Kindern in Buffet-Form angeboten und auch die Krippenkinder können wählen, ob sie lieber ein Käse- oder ein Wurstbrot essen möchten. „Für die Zukunft wünschen sich ,Börde-rübchen‘ und ,Schrotewichtel‘ im Interesse der Gesundheitsförderung der dort betreuten Kinder eine hauseigene Sauna“, berichtet Einrichtungsleiterin Ines Ziemer.

Das Audit „Gesunde Kita“ wurde ebenso wie das Audit „Gesunde Schule“ von der Landesvereinigung für Gesundheit in enger Zusammenarbeit mit Schul- beziehungsweise Kita-Praktikern entwickelt. Aktuell nutzen sechs Bundesländer das Zertifizierungsverfahren. Bisher gibt es deutschlandweit 228 „Gesunde Kitas“, davon 93 in Sachsen-Anhalt. 120 „Gesunde Kitas“ haben das Audit bereits einmal erfolgreich verteidigt (49 in Sachsen-Anhalt), 24 (14 aus Sachsen-Anhalt) die Rezertifizierung schon ein weiteres Mal bestanden.

Ein Audit betreibt Untersuchungen, ob Prozesse, Anforderungen und Richtlinien geforderte Standards erfüllen. Für die beschriebenen Einrichtungen in Niederndodeleben treffen diese Standards in vollem Umfang zu.