Mahlwinkel l Größter Posten bei den Aufwendungen sind die Personalkosten. Dafür sind im Haushalt des kommenden Jahres über 6,6 Millionen Euro eingeplant. Davon werden nicht nur die Mitarbeiter des Verwaltungsamtes bezahlt (rund 2,2 Millionen Euro), sondern auch das Personal der Kindertagesstätten in Trägerschaft der Verbandsgemeinde mit rund 3,7 Millionen Euro. Der Rest wird für Schulsekretärinnen, Hausmeister, Jugendbetreuung und den Bundes-freiwilligendienst aufgewendet.

Bei den Haushaltsplanungen sind Tarifsteigerungen des öffentlichen Dienstes für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst in Höhe von drei Prozent berücksichtigt worden.

Fast zwei Millionen Euro zahlt die Verbandsgemeinde für Sach- und Dienstleistungen. In dieser Haushaltsposition sind unter anderem die Unterhaltung der gemeindeeigenen Grundstücke und baulichen Anlagen sowie die Kosten für Energie, Wasser, Abwasser, Heizung oder Müll- und Reinigungskosten enthalten.

Mittel für Schulen und Kitas

An Investitionen sind im Vergleich zum Vorjahr, als wegen des Gerätehausneubaus in Colbitz fast 1,6 Millionen Euro im Haushalt standen, 2016 nur relativ bescheidene 157 400 Euro eingeplant. Den Löwenanteil davon bekommen die Feuerwehren mit mehr als 100 000 Euro. Das Geld ist für Ausrüstungsgegenstände und technische Anlagen vorgesehen. Weitere Mittel gehen an die Grundschulen und Kindertagesstätten der Verbandsgemeinde. Geringwertige Wirtschaftsgüter sowie Betriebs- und Geschäftsausstattungen für Verwaltung, Feuerwehren, Kitas und Grundschulen stehen mit 268 100 Euro im Haushaltsplan. Unter anderem ist die Anschaffung eines Fahrzeuges für die Jugendarbeit geplant.

Einnahmen hat die Verbandsgemeinde Elbe-Heide unter anderem aus den allgemeinen Zuweisungen vom Land (Auftragskostenpauschale in Höhe von 787 900 Euro), Zuweisungen des Landkreises für die Kinderbetreuung (2 059 500 Euro) oder aus der Feuerschutzsteuer in Höhe von 12 400 Euro.

Der finanzielle Fehlbedarf liegt bei 4 545 700 Euro und ist als Umlage von den Mitgliedsgemeinden zu erbringen. „Die Verbandsgemeindeumlage verringert sich gegenüber dem Vorjahr allerdings um 141 000 Euro“, machte Kämmerin Katja Sonntag bei den Haushaltsberatungen des Verbandsgemeinderates deutlich. Wesentliche Ursachen dafür seien in erster Linie der positive Finanzmittelbestand am 1. Januar 2016 in Höhe von 150 000 Euro sowie erhöhte Erträge aus verschiedenen Umlegungsbeiträgen. Außerdem seien Altersteilzeitvereinbarungen ausgelaufen.

Wegen ihrer hohen Steuerkraft zählen die Gemeinden Zielitz mit 1 415 500 Euro, Loitsche-Heinrichsberg mit 1 196 954 Euro und Rogätz mit 619 206 Euro zu den größten Zahlern bei der Verbandsgemeindeumlage.

Nach eingehender Diskussion beschlossen die Mitglieder des Verbandsgemeinderates einstimmig den Haushalt für das Jahr 2016.