Freizeit

Jersleber See lockt mit neuen Angeboten

Das Erholungscenter „Jersleber See“ wartet seit einigen Tagen mit mehreren Neuerungen auf. Diese sollen die Attraktivität des Kleinods steigern und somit den Gästen zugute kommen.

Von Sebastian Pötzsch
Patrick Säuberlich in einem der neuen Strandkörbe am Jersleber See, die  von Badegästen gemietet werden können.
Patrick Säuberlich in einem der neuen Strandkörbe am Jersleber See, die von Badegästen gemietet werden können. Fotos: Sebastian Pötzsch

Jersleber See - Der im Frühjahr mittels 25000 Tonnen Sand aufgearbeitete Strand macht am Dienstagmittag einen gepflegten Eindruck. Auf der grünen Liegewiese nebenan ist alles frisch gemäht. Doch gibt es noch mehr, was zum Aufenthalt am kristallklaren Wasser einlädt.

So präsentiert Patrick Säuberlich fünf Strandkörbe. Insgesamt zehn der gemütlichen Freiluftmöbel sind in der vergangenen Tagen angeliefert worden. Der Rest, so erklärt der Teamleiter des Erholungszentrums, wird in den kommenden Tagen aufgebaut. „Unsere Mitarbeiter sind zur Zeit stark in die Pflege der Grün- und Außenanlagen eingespannt, so dass wir die Strandkörbe nur nach und nach montieren können.“ Die Möbel können von den Badegästen für zehn Euro pro Tag gemietet werden.

Sonenschirme werden geliefert

Doch dabei soll es nicht bleiben. So erwarten die Mitarbeiter des Jerslebers in den kommenden Tagen die Lieferung von insgesamt 20 Sonnenschirmen. Auch diese sollen von den Badegästen genutzt werden können - für fünf Euro am Tag. Für die neuen Angebote hat Barleben 15000 Euro ausgegeben. Die Mittel stammen aus dem Gemeindehaushalt und sind bereits Bestandteil der Machbarkeitsstudie, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll.

Das Erholungszentrum war in den vergangenen Jahren ein Verlustgeschäft. Die Zuschüsse wurden im Zuge der Haushaltskonsolidierung zwar erheblich reduziert, indem Einnahmen erhöht und Kosten gesenkt wurden: Dennoch schrieb der Jersleber See weiter rote Zahlen. Deshalb mussten Ideen her.

So war von den Gemeinderäten eine Machbarkeitsstudie zur touristischen Vermarktung auf den Weg gebracht worden. Das mehr als 90-seitige Papier sieht Investitionen von rund sieben Millionen Euro vor und soll die Attraktivität des Erholungszentrum steigern. Nicht zuletzt will Barleben damit aber auch Geld verdienen. Ziel ist die Umwandlung in einen „Premium-Natur-Aktiv-Campingplatz“.

Mit der Anschaffung der Strandkörbe und der Sonnenschirme ist die Umsetzung der Machbarkeitsstudie nunmehr eingeleitet. „Das sind die ersten Ansätze, die wir schnell umsetzen konnten“, erklärt die zuständige Verwaltungsmitarbeiterin Karolin Braunsberger-Reinhold. Die extra gegründete Arbeitsgruppe aus Ratsmitgliedern, Verwaltungsmitarbeiterin und Fachleuten habe jüngst eine Prioritätenliste erstellt. Diese regelt sozusagen die Reihenfolge der umzusetzenden Vorhaben und richtet sich - zumindest im Groben - nach den Vorschlägen der Machbarkeitsstudie.

Mietzelte und Wohnwagen

Diese sieht Investitionen in Sanitärbereiche, Mietzelte, Mobilheime und Mietwohnwagen verschiedener Ausstattungen vor sowie in Gastronomie mit Terrasse, in den Bau eines Kinderspielhauses, die Einrichtung verschiedener Verleihstationen wie für Elektroboote und Elektrofahrräder sowie die Errichtung einer schwimmenden Wasserlandschaft mit Trampolin und Luftkissen. Hinzu kommen Felder für diverse Ballsportarten sowie die Aufwertung des gesamten Umfelds und die Einrichtung eines kleinen Einkaufladens mit Backshop. Außerdem sollen Mietbungalows, Baumhäuser, Stelzenhäuser sowie Mini- und Reihenhäuser zur Vermietung sowie Saunen gebaut werden.

„Die Prioritätenliste wird nun in eine Wirtschaftlichkeitsanalyse einfließen“, berichtet Karolin Braunsberger-Reinhold zum aktuellen Sachstand. Das Papier soll im September den Mitgliedern des Gemeinderates vorgestellt werden. Wann mit der Umsetzung der einzelnen Investitionen begonnen wird, steht dann aber noch nicht fest. So müssen die Vorhaben in die jeweiligen Jahresetats der Gemeinde eingestellt werden.

Doch können Badegäste und Camper schon jetzt von weiteren Neuerungen profitieren. So können Paddelbretter gemietet, frisch gebackene Waffeln verspeist und ein sogenanntes Bungee-Trampolin genutzt werden. Und für die jüngsten Planscher gibt es auch ein neues Angebot. „Wir bieten Schwimmkurse an. Bei uns kann das auch ‚Seepferdchen‘, also die erste Schwimmstufe erlangt werden“, berichtet Rettungsschwimmer Reinhard Vogler. Vier Kurse liefen aktuell am Jersleber See, darunter auch einer für Fortgeschrittene.