Historisches zur Klosterkirche „Sankt Peter und Paul“

1110: Theoderich II. und seine Frau Amulrada stiften eine Eigenkirche

1127: Übergabe der Eigenkirche an das Erzbistum Magdeburg

1129: Übertragung der Kirche an die Benediktiner

29. Juni 1135: Einweihung der Kirche am Patronatstag durch Erzbischof Konrad I. von Magdeburg, Kloster zur Abtei erhoben

1193: Feuerbrunst vernichtet einen Großteil der Kirche

1197: Einweihung nach dem Wiederaufbau

1334: Errichtung der Marienkapelle und Ursulakapelle

1521 bis 1525: Gotischer Umbau

1611: Errichtung der Turmspitze des Nordwestturmes

1632 bis 1637/38: Mönche verlassen Kloster im 30-jährigen Krieg

1765: Herstellung der Orgel

1804: Aufhebung des Klosters

1953: Kirchengebäude wird im Zuge der Bodenreform Volkseigentum

2000: Rückübertragung in das Eigentum des Bistums Magdeburg

2014 bis 2017: Sanierung der Kirche

14. Mai 2017: Weihe des Altars

Groß Ammensleben l Wer an Groß Ammensleben denkt, denkt automatisch an die Domäne und die benachbarte Klosterkirche „Sankt Peter und Paul“. Das Gotteshaus prägt den Ort und seine Geschichte – ist Mittelpunkt, Treffpunkt und Veranstaltungsort zugleich. 2019 jährt sich die Übertragung der Kirche an die Benediktiner zum 890. Mal. Der anstehende runde Geburtstag des früheren Klosters war auch Thema bei einem kleinen Neujahrsempfang der katholischen Kirchengemeinde am vergangenen Sonntag.

Nach einem Rückblick auf Veranstaltungen und Ausflüge im vergangenen Jahr gab Kirchenvorstand Norbert Müller auch einen kleinen Ausblick auf die nächsten Monate. Dass der Kirchengeburtstag gefeiert werden soll, stehe bereits fest. Auf welche Art und Weise – ob mit einem besonderen Gottesdienst, einer Vesper oder einer Serenade – sei noch offen. Angedacht sei für die Feierlichkeiten der Patronatstag am Sonnabend, 29. Juni. An diesem Tag wurde im Jahr 1135 die Kirche eingeweiht (siehe Infokasten).

Kirchenglocke wird 700 Jahre

Gefeiert werden soll in diesem Jahr eventuell auch der Gedenktag der Heiligen Pudentiana am Sonntag, 19. Mai. Wie Kirchenmusikerin Elisabeth Löderbusch im Volksstimme-Gespräch erklärte, sei Pudentiana für die Kirchengemeinde in Groß Ammensleben vor allem deshalb von Bedeutung, weil ein Reliquie von ihr – in diesem Fall ein Stück Knochen – bei der Einweihung des neuen Altars im Jahr 2017 unter den Gottestisch gelegt worden war. In welcher Form der Gedenktag gefeiert werden soll, sei ebenfalls noch offen, bisher stehe erst einmal nur die Idee im Raum. Weitere Anlässe zum Feiern gäbe es auch anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Katholischen Gemeindezentrums und des 700. Geburtstages der Kirchenglocke in diesem Jahr.

Bilder

Fest stehe bereits der Termin für den nächsten Weltgebetstag der Frauen am Freitag, 1. März. Die Gebetsordnung zu diesem weltweiten Aktionstag wird diesmal von Frauen aus Slowenien vorbereitet. In Groß Ammensleben organisieren die Veranstaltung zum Weltgebetstag Elisabeth Löderbusch von der katholischen und Annette Wolter von der evangelischen Kirchengemeinde.

Auf dem Empfang am Sonntag waren auch Bürgermeister Stefan Müller und Ortschef Rüdiger Pfeiffer zu Gast, die jeweils ein Grußwort an die Gäste richteten. Mit Sekt stießen die Anwesenden auf das neue Jahr an, in dem auch feste Termine wie die Glüsig-Wallfahrt, das Martinsfest und das Weihnachtskonzert nicht fehlen sollen.