Urteil

Methdealer aus Wolmirstedt muss für mehrere Jahre ins Gefängnis

Mann aus Wolmirstedt am Landgericht Magdeburg rechtskräftig verurteilt.

Von Tom Wunderlich

Wolmirstedt/Magdeburg. Der Fall eines Drogenhändlers aus Wolmirstedt hatte nach Bekanntwerden seiner Taten für große Wellen in der Stadt an der Ohre gesorgt. Nun ist Markus L. rechtskräftig verurteilt worden. Die dritte Strafkammer des Landgerichtes Magdeburg verurteilte ihn rechtskräftig.

Nur zwei Verhandlungstage hatte es gebraucht um einen Drogenhändler aus Wolmirstedt zu verurteilen. Richterin Sigrun Lehmann sprach am Donnerstag das Urteil gegen den 27-Jährigen. „Der Angeklagte wurde am Donnerstag rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Zudem wurde die Unterbringung in der Entziehungsanstalt angeordnet“, erklärte Gerichtssprecher Christian Löffler am Freitag gegenüber der Volksstimme.

Markus L. waren mehrere Straftaten vorgeworfen worden, die er zwischen Februar und November 2020 begangen haben soll. Wie aus der Anklage der Staatsanwaltschaft Magdeburg hervorging, soll der 27-Jährige zwischen Februar 2020 und November 2020 mit Drogen in nicht unerheblicher Menge gehandelt haben. Hierbei habe es sich um die Drogen Methamphetamin gehandelt. Rund 16.000 Euro soll er mit den Drogen verdient haben. Außerdem warf ihm die Staatsanwalt den Besitz von Betäubungsmitteln in nicht unerheblicher Menge vor. Hinzu kam ein mehrfacher Verstoß gegen das Waffengesetz.

L. hatte sich bereits nach seiner Verhaftung am 12. November 2020 mehr als geständig gezeigt. Er gab damals, so Aussagen von ermittelnden Polizisten, alle Taten und Vorwürfe zu. Mehr noch, er hatte den Polizisten sogar Hinweise auf weitere Tatbeteiligte gegeben, so das neue Ermittlungsverfahren eröffnet werden konnten. Auch vor Gericht hatte sich der Angeklagte sehr auskunftsfreudig gezeigt und den beiden anwesenden Richterinnen alle Fragen beantwortet, soweit er sich noch erinnern konnte.

Hauptauslöser für die groß angelegten Ermittlungen gegen Markus L. war ein Zufallsfund im Februar 2020. Polizisten hatten ihn im Wolmirstedter Jugendclub mit einer weißen kristallinen Substanz entdeckt. Später stellte sich heraus, dass es sich hierbei um 18,6 Gramm Methamphetamin handelt. Im Laufe des Jahres soll er weitere 360 Gramm der Droge erworben haben um diese dann zu verkaufen. Aus den Erlösen soll er unter anderem seinen eigenen Drogenkonsum finanziert haben. Markus L. hatte bereits im Prozess bekräftigt, dass er ein starkes Interesse daran habe, seine Sucht therapieren zu lassen. Ein forensischer Psychiater hatte die Aussagen im Vorfeld untersucht und L. gute Erfolgschancen zugesprochen.