Zielitz l Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie, sowie Staatssekretär Klaus Rehda und Hans-Werner Peschel aus dem Bereich Gewässerschutz des Ministeriums haben das Kali-Werk in Zielitz besucht. Im Mittelpunkt des Besuches standen die aktuellen Fortschritte beim Planfeststellungsverfahren zur Haldenerweiterung des Werkes. Für das Fortbestehen und die Weiterentwicklung des Werkes sei die Haldenerweiterung zwingend notwendig, hieß es aus Zielitz.

Die Ministerin verschaffte sich während eines Gespräches mit Werkleiter Holger Hoppe und Projektleiterin Ines Feldberg einen Überblick über die Entwicklungen technischer Maßnahmen zur Halden- erweiterung und zum aktuellen Stand des Verfahrens. Das Kali-Werk hatte die vollständigen Unterlagen Mitte dieses Jahres eingereicht. Die Auslegung der Antragsunterlagen und das Beteiligungsverfahren sind nun abgeschlossen. Inhalt der Antragsunterlagen sind unter anderem auch umfangreiche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen, die den Eingriff der Erweiterung kompensieren sollen.

Insgesamt 350 Hektar Ausgleich

Holger Hoppe erläuterte dazu: „Um den Eingriff zu kompensieren, werden wir umfassende Naturschutzmaßnahmen umsetzen und mehr Wald pflanzen, als wir entnehmen müssen.“ Insgesamt 350 Hektar, so ist es aktuell geplant, wird das Kali-Werk als Ausgleich und Ersatz aufforsten müssen. Ein Teil davon wird auch schon vor dem Ergebnis des Planfeststellungsverfahrens umgesetzt.

So zum Beispiel die Aufforstung von etwa 30 Hektar Laubmischwald aus heimischen und standortgerechten Gehölzarten in Mahlwinkel. Diese Maßnahme wurde gemeinsam mit der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt entwickelt und umgesetzt, deren Aufsichtsratsvorsitzende Claudia Dalbert ist.

Hoppe betonte: „Wir arbeiten intensiv daran, die Eingriffe in die Umwelt so gering wie möglich zu halten. Dazu setzen wir moderne Verfahren ein und kompensieren die unvermeidbaren Eingriffe um ein Vielfaches.“ Wie das funktioniert, machte Eberhard Schoster von der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt, einem gemeinnützigen Unternehmen für die Entwicklung des ländlichen Raumes, deutlich. „Jemand, der Natur entnimmt, muss sie wiederherstellen. Die Haldenerweiterung bewirkt einen Eingriff in wertvollen Naturraum und Arten. In Folge dessen nimmt Kali Reparaturen in einem Gebiet vor, die dahin wirken, wo der Eingriff in die Natur erfolgt ist. Der Umfang des Reparierens sind insgesamt 350 Hektar Waldanpflanzungen, in die biologisch wertvolle Natur integriert wird“, so Schoster.

„Auf diesem Areal haben wir auch Artenschutzmaßnahmen untergebracht“, ergänzt Ines Pozimski, Projektleiterin der Landgesellschaft, zur Pflanzung in Mahlwinkel.